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Eon und Uniper auf Konfrontations-Kurs wegen Fortum-Angebot

Essen – An der Börse hat die Nachricht, dass der finnische Energieversorger Fortum bei seinen Bemühungen um einen milliardenschweren Einstieg beim deutschen Kraftwerksbetreiber Uniper schon sehr weit gekommen ist, am heutigen Mittwoch für Aufsehen gesorgt. Eon bestätigt den Stand der Verhandlungen, doch Übernahmekandidat Uniper war nicht im Bilde.

Die Eon SE, die mit einem Anteil von knapp 47 Prozent größter Uniper-Eigner ist, hat im Rahmen einer Ad-hoc-Meldung am Mittwochvormittag "fortgeschrittene Gespräche" mit Fortum Oyj bestätigt. Uniper nimmt dies zur Kenntnis, gibt sich aber ansonsten ahnungslos. Die Aktien von Eon und insbesondere Uniper schnellen in die Höhe.

Eon bestätigt: Fortum könnte 22 Euro pro Uniper-Aktie anbieten

Eon hat am Mittwochmorgen zunächst bestätigt, in fortgeschrittenen Gesprächen hinsichtlich einer Vereinbarung über den Verkauf der verbleibenden Beteiligung an Uniper im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots von Fortum zu stehen. Die Vereinbarung, die in 2017 geschlossen werden könnte, würde laut Eon vorsehen, dass Fortum ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die Uniper SE unterbreitet. Eon könnte darüber voraussichtlich Anfang 2018 entscheiden. Das Angebot würde sich an alle Uniper-Aktionäre richten und eine Barzahlung im Gesamtwert von 22,00 pro Aktie vorsehen. Im Fall einer Einigung mit Fortum und einer entsprechenden Entscheidung von Eon würde ein Gesamterlös für den Uniper-Anteil in Höhe von 3,8 Mrd. Euro für Eon fällig. Die Aktie des Kraftwerksbetreibers Uniper, der 2016 von Eon abgespalten und eigenständig an die Börse gebracht wurde, kletterte daraufhin im heutigen Aktienhandel bislang um 5,8 Prozent auf 22,29 Euro (Stand 16:43 Uhr, Börse Xetra). Auch die Eon -Aktie legt deutlich um bislang 3,1 Prozent auf 9,49 Euro zu (Stand 16:44 Uhr, Xetra).

Uniper gibt sich überrascht – Vorstoß entspricht nicht der kommunizierten Strategie

Doch die Reaktion bei Uniper fällt kühl aus: Man nehme die Ankündigungen von Fortum und Eon über die Verhandlungen "zur Kenntnis". Distanziert klingt auch die Reaktion von Klaus Schäfer, Vorstandsvorsitzender der Uniper SE: "Dieser Vorstoß kommt unaufgefordert und entspricht nicht unserer öffentlich kommunizierten Strategie."

Uniper selbst befinde sich derzeit zu dieser Thematik weder in Gesprächen mit Fortum noch mit Eon. Wenn ein offizielles Angebot unterbreitet werde, so werden Vorstand und Aufsichtsrat sich eingehend damit befassen und dieses im Interesse des Unternehmens und seiner Stakeholder bewerten, so Uniper.

© IWR, 2017


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20.09.2017

 



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