25 Gigawatt Windkraftleistung aus Salzbergen: GE Vernova erreicht Meilenstein im Windkraftgeschäft
Mit seiner sogenannten Workhorse-Strategie setzt GE Vernova auf wenige, kontinuierlich weiterentwickelte Plattformen statt auf permanente Produktinnovation. Das Ziel: Kunden über den gesamten Projektzyklus hinweg Planungssicherheit und wettbewerbsfähige Energiekosten zu bieten – trotz eines Marktumfelds, das von Kostendruck, regulatorischer Komplexität und fragilen Lieferketten geprägt ist.
25 Gigawatt aus Salzbergen: Drei Jahrzehnte Windkraft-Fertigung zahlen sich aus
Seit fast 30 Jahren werden in Salzbergen im Emsland Maschinenhäuser für Windkraftanlagen montiert – eine der komplexesten Komponenten moderner Windturbinen, bei deren Fertigung mehr als 2.600 Einzelteile zu einem hochintegrierten System zusammengefügt werden. Nun hat GE Vernova an dem Standort eine Gesamtkapazität von 25 Gigawatt produzierter Windenergieleistung erreicht. Für GE Vernova ist dieser Meilenstein ein Beleg für die industrielle Stärke des Standorts und seine operative Leistungsfähigkeit.
„Das Erreichen von 25 GW in Salzbergen ist ein bedeutender Meilenstein für unser Team und ein starker Beweis dafür, was nötig ist, um die Windenergie erfolgreich zu skalieren", sagte Dimitri Schneider, Geschäftsführer und Senior Director des Windgeschäfts von GE Vernova. „Diese Leistung spiegelt die Stärke unserer Mitarbeitenden, unsere Fertigungsdisziplin und die engen Partnerschaften wider, die wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgebaut haben."
Workhorse-Strategie gegen Kostendruck: Wie GE Vernova Lieferketten und Planbarkeit sichert
Die Windbranche steht unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Gestiegene Materialkosten, volatile Lieferketten und regulatorische Unsicherheiten belasten Projektkalkulation und Investitionsentscheidungen branchenweit. GE Vernova begegnet diesem Umfeld mit einer Strategie, die bewusst auf Konzentration setzt: Statt eines breiten Produktportfolios fokussiert sich das Unternehmen auf wenige, ausgereifte Turbinen-Plattformen, die inkrementell weiterentwickelt werden.
Schneider betonte dabei, dass neben technologischer Innovation auch Umsetzungskraft entscheidend sei: „Im heutigen Marktumfeld sind Resilienz und Umsetzungskraft ebenso wichtig wie Innovation." In Salzbergen wird diese Strategie durch schlanke Fertigungsprozesse, fortschreitende Digitalisierung und eine enge Lieferantenkooperation operativ umgesetzt. Das ermöglicht Qualitätssicherung, Rückverfolgbarkeit und termingerechte Lieferungen – Faktoren, die für Projektierer und Netzbetreiber bei der Investitionsplanung unmittelbar relevant sind.
GE Vernova in Deutschland: 30 Prozent Stromversorgung und ein wachsendes Dekarbonisierungsportfolio
Der Standort Salzbergen ist nur ein Baustein des breiten deutschen Engagements von GE Vernova. Das Unternehmen ist seit mehr als 100 Jahren in Deutschland tätig und beschäftigt europaweit mehr als 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach Angaben von GE Vernova werden rund 30 Prozent des deutschen Stroms mit GE-Vernova-Technologien erzeugt.
Neben der Windkraft, bei der GE Vernova in Deutschland über 5 Gigawatt Windenergieleistung installiert hat, engagiert sich das Unternehmen in der Netzmodernisierung, darunter Offshore-Übertragungsprojekte in der deutschen Ostsee. Zudem unterstützt GE Vernova die Umrüstung von Kohlekraftwerken auf Gasverbrennung mit dem perspektivischen Ziel einer 100-prozentigen Wasserstofffähigkeit. Ein neues Kompetenzzentrum in Berlin soll die Entwicklung von Dekarbonisierungs- und Elektrifizierungstechnologien bündeln.
Weltweit trägt GE Vernova nach eigenen Angaben zur Erzeugung von rund 25 Prozent des globalen Stroms bei – ein Teil davon aus Anlagen, deren Herzstück in Salzbergen montiert wurde.
© IWR, 2026
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