Auf Wachstumskurs: First Solar erhält Modul-Großauftrag über 1.000 MW
Tempe, USA - First Solar hat vom kanadischen US-Stromhändler und Projektentwickler Capital Power einen Großauftrag über Dünnschicht-Solarmodule mit einer Gesamtkapazität von 1.000 MW (1 GW) erhalten. Eine Ende Juni abgeschlossene Kreditfazilität in Höhe von 1 Mrd. USD dient dem weiteren Unternehmenswachstum von First Solar.
Der Vertrag zwischen First Solar und Capital Power sieht vor, dass die Dünnschicht-Solar-Module zwischen 2026 und 2028 geliefert werden. Capital Power will die Module für das wachsende Erzeugungsportfolio einsetzen. Ziel des Energieversorgungsunternehmens ist es, bis zum Jahr 2045 netto null Strom zu erzeugen. Dabei konzentriert sich Capital Power auf den Ausbau der Solarenergie in Nordamerika. Das Unternehmen verfügt derzeit nach eigenen Angaben über eine Projektpipeline mit einer Leistung von 2.400 MW.
Neben dem Abschluss des Großauftrags hat First Solar zudem bekanntgegeben, dass das Unternehmen am 30. Juni 2023 eine fünfjährige revolvierende Kredit- und Garantiefazilität in Höhe von 1 Mrd. USD abgeschlossen hat. Die J.P. Morgan Chase Bank fungierte als Lead Arranger und ist Verwaltungsstelle für die Fazilität. Weitere an der Fazilität beteiligte Banken sind die Joint Lead Arrangers Bank of America, Citibank, Credit Agricole CIB und PNC Bank sowie die beteiligten Kreditgeber BNP Paribas, Goldman Sachs Bank USA, HSBC Bank USA, MUFG Bank, Standard Chartered Bank und Truist Bank.
First Solar verfolgt eine ambitionierte Wachstumsstrategie. Zwischen der zweiten Hälfte des Jahres 2023 und 2026 sollen die Produktionskapazitäten um eine Leistung von 8 Gigawatt (GW) erweitert werden. Das Unternehmen rechnet dann mit einer Produktionskapazität von über 20 GW. Im Rahmen des Expansionskurses wird First Solar voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 eine neue Produktionsstätte in Indien mit einer Kapazität von 3,4 GW in Betrieb nehmen, Ende 2024 eine neue Fabrik in Alabama mit einer Kapazität von 3,5 GW errichten und bis 2026 seine bestehende Produktionsstätte in Ohio um 0,9 GW erweitern. Außerdem investiert das Unternehmen bis zu 370 Millionen Dollar in den Bau eines neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums in Perrysburg, Ohio, das voraussichtlich 2024 in Betrieb genommen wird.
Die Aktie des RENIXX-Konzerns First Solar verliert an den ersten vier Handelstagen dieser Woche 2,6 Prozent auf einen Kurs von 167,92 Euro (Schlusskurs, 06.07.2023, Börse Stuttgart). Am heutigen Handelstag legt die Aktie bislang um 1,4 Prozent auf 170,26 Euro zu (13:09 Uhr, 07.07.2023, Börse Stuttgart).
© IWR, 2026
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07.07.2023



