Aus- und Weiterbildung: Wissenschaft und Praxis kooperieren in der Lausitz im Bereich Erneuerbare Energien
Cottbus - Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU Cottbus-Senftenberg) und der Qualifizierungsverbund in der Lausitz für Erneuerbare Energien (QLEE) haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.
Insbesondere im Bereich Erneuerbare Energien (EE) sollen künftig die Kompetenzen des QLEE, in dem der ostdeutsche Energieversorger LEAG ein Partnerunternehmen ist, und der BTU noch stärker miteinander verknüpft werden. Ziele des QLEE ist es, bedarfs- und zielgruppengerechte Weiterbildungsangebote im Bereich erneuerbarer Energien für Lausitzer Unternehmen, Beschäftigte und Kommunen anzubieten.
Die Kooperationsvereinbarung umfasst die gemeinsame Entwicklung, Umsetzung und Qualitätssicherung von Fort- und Weiterbildungsangeboten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Wissenstransfer von der Universität hin zur praktischen Anwendung innovativer Lösungen in Unternehmen. Durch die Kooperation sollen maßgebliche Projekte zur Bewältigung der energiewirtschaftlichen Herausforderungen realisiert werden.
„Um die Fachkräfte der Zukunft, die wir gerade im Bereich der Erneuerbaren Stromerzeugung und bei der industriellen Herstellung und Nutzung von grünem Wasserstoff brauchen, gibt es schon jetzt einen harten Wettbewerb der Unternehmen. Wir sind also gut beraten, im Schulterschluss von Wissenschaft und Praxis alle Potentiale zu bündeln, um die Aus- und Weiterbildung von Fachkräftenachwuchs selbst zu koordinieren, zu spezialisieren und zu beschleunigen“, so LEAG-Personalvorstand Jörg Waniek. Nur so lasse sich das ambitionierte Ziel erreichen, die Lausitz im Lauf der nächsten sieben Jahre zum grünen Powerhouse Deutschlands zu entwickeln, mit starken Ankerunternehmen in der Energiebranche und einem starken, zukunftsorientierten Wissenschaftsstandort, so Waniek weiter.
Unmittelbar nach der Unterzeichnung startet die erste gemeinsame Qualifizierungsreihe "Fachexpert:in für Wasserstoffanwendungen mit IHK-Zertifikat". Der insgesamt 70-stündige Kursus in acht Modulen bietet eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Anwendungsmöglichkeiten des Energieträgers Wasserstoff in verschiedenen Bereichen wie Mobilität, Produktion, Energieversorgung und Klimabilanz. Die Teilnehmenden werden dabei unter anderem am Elektrolyseur der BTU geschult und bekommen wissenschaftliche Grundlagen in Vorträgen im Hörsaal der Universität vermittelt.
© IWR, 2026
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