Batteriespeicher für Belgien: Wärtsilä baut Zweistunden-Batterie-Großspeicher zur Netzstabilisierung in Belgien
Helsinki (Finnland) - Der Markt für Batteriegroßspeicher in Europa entwickelt sich derzeit mit einer wachsenden Dynamik. Der finnische Technologiekonzern Wärtsilä hat mit dem Bau eines Zweistunden-Batteriespeichersystems mit einer Leistung von 50 Megawatt und einer Speicherkapazität von 100 Megawattstunden im zentral-östlichen Belgien begonnen.
Auftraggeber ist das belgische Unternehmen Gramme Storage 1, das als rechtliche Einheit hinter dem Energiespeicherprojekt steht. Ziel des Gramme-1-Projekts ist es, Belgiens Stromsystem zu flexibilisieren und den Übergang zu erneuerbaren Energien zu unterstützen. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2027 geplant. Der Auftrag wurde bereits im zweiten Quartal 2025 gebucht.
„Dieses Projekt mit Wärtsilä unterstreicht unser Engagement für eine zuverlässige und flexible Energieversorgung in Belgien“, sagte Guillaume Poncelet, Geschäftsführer von Kallima Energies, dem Projektentwickler. Er betonte, dass Batteriespeicher zunehmend eine zentrale Rolle bei der Netzstabilisierung spielten.
Gramme 1 ist Wärtsiläs erstes Energiespeicherprojekt, das am belgischen Capacity Remuneration Mechanism (CRM) teilnimmt. Dieser Mechanismus honoriert Anlagen, die kritische Netzleistungen wie Frequenz- und Spannungsunterstützung bereitstellen, um Versorgungssicherheit und Netzresilienz zu erhöhen.
„Die fortschrittliche Technologie von Wärtsilä wird es dem Standort ermöglichen, kritische Zusatzleistungen zu erbringen, die ein belastbares und zukunftssicheres Netz unterstützen“, sagte David Hebert, Vice President Global Sales Management bei Wärtsilä Energy Storage.
Die Anlage wird das GridsolveTM Quantum2-Energiespeichersystem sowie die Steuerungs- und Optimierungssoftware GEMS nutzen. Wärtsilä liefert das Projekt im Rahmen eines Engineered-Equipment-Delivery-Vertrags, ergänzt durch einen langfristigen Servicevertrag. Mit Gramme 1 steigt das Energiespeicherportfolio von Wärtsilä in Europa nach Angaben des Konzerns auf eine Speicherleistung von über 2,7 GWh.
Das Projekt unterstreicht die wachsende Bedeutung von großskaligen Batteriespeichern für die Stabilität europäischer Stromnetze und zeigt den Trend hin zu erneuerbaren Energien, der von Technologie- und Infrastrukturunternehmen wie Wärtsilä aktiv vorangetrieben wird, betont das Unternehmen.
© IWR, 2026
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16.02.2026



