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Elektromobilität: Neue Elektro-Solar-Fähre für Usedom geht in Betrieb

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Stralsund - Nach erfolgreicher Testfahrt ist die neue Elektro-Solar-Fähre für die Insel Usedom gestern vom Stralsunder Hafen zur Überfahrt an das Stettiner Haff gestartet.

Im Hafen Kamp auf der Festlandseite Ostvorpommerns wird die Fähre an die Oderhaff Reederei Peters GmbH & Co. KG übergeben, die den Neubau in Auftrag gegeben hatte. Am morgigen Samstag (21.08.2021) erfolgt mit der Schiffstaufe die offizielle Inbetriebnahme.

Gebaut wurde der nunmehr 12. und damit jüngsten Neubau eines vollelektrischen Schiffes von der Ostseestaal GmbH & Co. KG und der Ampereship GmbH aus Stralsund. Das 14,65 Meter lange Elektro-Solar-Schiff soll auf der vor allem bei Radwanderern beliebten Strecke zwischen Kamp und Karnin auf der Insel Usedom verkehren. Es kann pro Fahrt bis zu 20 Personen und 15 Fahrräder befördern. Das neue emissionsfreie Schiff ersetzt eine bis vor kurzem eingesetzte konventionelle Fähre. Dadurch werden ca. 20 Tonnen Kohlendioxid (CO2) jährlich eingespart. Solarmodule und Hochleistungsbatterien liefern den erforderlichen Strom für die Passage zwischen Festland und Usedom. Die Fähre wird mit einer Dienstgeschwindigkeit von 8 km/h unterwegs sein. Möglich ist eine maximale Geschwindigkeit von 15 km/h.

Aktuell stehen weitere Neubauten von Elektro-Solar-Schiffen im Auftragsbuch von Ostseestaal und Ampereship. Drei baugleiche Fahrgastschiffe sind für die Schweiz bestimmt. Das erste befindet sich seit letzter Woche in der Bauphase. Zudem hat die Reederei Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH (BSB) mit Sitz in Konstanz (Baden-Württemberg) ein Elektro-Solar-Fahrgastschiff in Stralsund bestellt und sich eine Option für ein zweites Schiff bis Ende 2022 gesichert. „Hierbei handelt es sich um Fahrgastschiffe einer neuen Leistungs- und Größendimension“, so der verantwortliche Manager von Ampereship Ingo Schillinger.

© IWR, 2021

20.08.2021