Grüne Wärmeversorgung: Wiesbadener ESWE startet Transformationsplan für das Fernwärmenetz
Wiesbaden - Auf dem Weg zur Erfüllung der Klimaziele der Landeshauptstadt hat Wiesbaden einen weiteren Meilenstein erreicht. Nach dem Erhalt des Zuwendungsbescheids vom „Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle“ (BAFA) kann die Erstellung eines Transformationsplans für das Wiesbadener Fernwärmenetz nun umgehend beginnen.
Grundlage für die Erstellung des Transformationsplans ist die „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze“ (BEW), über die Investitionen in den Neubau von Wärmenetzen mit hohen Anteilen an erneuerbaren Energien sowie in die Dekarbonisierung bestehender Netze angeregt werden soll. Der Förderantrag zur Erstellung eines Transformationsplans wurde mit dem Höchstsatz bewilligt und damit eine Übernahme von bis zu 50 Prozent der entstehenden Kosten zugesagt. Die Gesamtkosten werden sich voraussichtlich auf ca. 4 Millionen Euro belaufen, teilte die ESWE Versorgung mit.
In Wiesbaden betreibt die ESWE Versorgung AG seit 1966 zuverlässig das Wiesbadener Fernwärmenetz und hat es seitdem systematisch ausgebaut und weiterentwickelt (Leitungslänge rd. 120 km, Wärmeabgabe rd. 300 Mio. kWh).
„Mit der Erstellung des Transformationsplans im Rahmen der BEW geht ESWE Versorgung konsequent den nächsten Schritt, um das Wiesbadener Fernwärmenetz fit zu machen für die Herausforderungen der Wärmewende“, erläutert Vorstandsmitglied Jörg Höhler. „Der Plan wird den Weg beschreiben, auf dem wir das Ziel eines klimaneutralen Fernwärmenetzes schrittweise bis zum Jahr 2035 erreichen wollen und können."
ESWE Versorgung wird nun umgehend mit der Erstellung des Plans beginnen, denn dieser liefert die zentrale Entscheidungsgrundlage für die gezielte Weiterentwicklung des Wärmenetzes in Wiesbaden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Dazu werden alle potenziellen Erzeugungstechnologien für grüne Fernwärme wie Umwelt- und Abwärme, Geothermie, Solarthermie, Biomasse oder Wasserstoff auf ihre Potenziale für das Wiesbadener Wärmenetz hin analysiert.
Mit der Fertigstellung des Transformationsplans ist laut Wasem voraussichtlich in zwei Jahren zu rechnen.
© IWR, 2026
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