Industrie stellt um: Siemens Energy und Messer Group planen Wasserstoff-Hub in Spanien
München – Die Siemens Energy AG und die auf Industriegase spezialisierte Messer Group kooperieren bei grünen Wasserstoffprojekten. Der Kooperationsvertrag hat zum Ziel, für Anwendungen in der Industrie und Mobilität entsprechende Konzepte für die Wasserstoff-Elektrolyse im Bereich von 5 bis 50 Megawatt (MW) Leistung zu entwickeln.
Im Rahmen dieser Übereinkunft hat Messer Ibérica bereits drei grüne Wasserstoffprojekte im Chemiekomplex von Tarragona bei der spanischen Regierung mit einer Elektrolyseurleistung von 70 MW eingereicht.
Durch Kosteneffizienz und die Verwertung aller Nebenprodukte in einem integrierten Hub-Konzept soll der wirtschaftliche Betrieb maximiert wird. Im Chemiepark Tarragona betreibt Messer Ibérica bereits ein Pipelinenetz für Sauerstoff, so dass auch beispielsweise der bei der Wasserstoff-Elektrolyse als Nebenprodukt anfallende Sauerstoff genutzt werden kann.
Christian Bruch, CEO von Siemens Energy, sagte: „Grüner Wasserstoff wird ein wichtiger Hebel sein, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln, insbesondere in Sektoren wie der Industrie und Mobilität, die sich nur schwer dekarbonisieren lassen. Für uns ist es wichtig, die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft in Partnerschaften voranzutreiben und ich bin dankbar für das Vertrauen der Messer Group, Projekte gemeinsam zu realisieren."
Spaniens "Wasserstoff-Roadmap" will die vorteilhafte Geografie des Landes für die Bereitstellung erneuerbarer Energien nutzen und sich an die Spitze der „grünen“ Wasserstoff-Bewegung stellen. Die chemische Industrie im spanischen Tarragona, einem der größten Chemieparks Europas, hat erneuerbaren Wasserstoff als eine wesentliche Lösung identifiziert, um fossile Brennstoffe in ihren Prozessen zu ersetzen.
© IWR, 2026
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