Jahresprognose erhöht: Verbund verdoppelt Gewinn im ersten Halbjahr 2022
Wien - Der österreichische Energieversorger Verbund hat die Halbjahreszahlen 2022 vorgelegt. Danach stieg der Umsatz auf 4,73 Mrd. Euro, das ist ein Zuwachs von 174,4 Prozent. Das Ergebnis auf Basis EBITDA erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 110,5 Prozent auf 1,38 Mrd. Euro, das Konzernergebnis kletterte sogar um rd. 151,8 Prozent auf 817,1 Mio. Euro.
Die hohe Gewinnsteigerung ist auf die stark gestiegenen Termin- und Spotmarktpreise auf dem Großhandelsmarkt für Strom zurückzuführen, so der Verbund. Der durchschnittlich erzielte Absatzpreis aus der Eigenerzeugung aus Wasserkraft stieg um 65,9 Euro/MWh (6,59 ct/kWh) auf 112,5 Euro/MWh (11,25 ct/kWh), trotz der mit 0,90 um 10 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt liegenden Wasserführung.
Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser-, Wind- und Photovoltaikproduktion in den nachfolgenden Quartalen 3 und 4 des Jahres 2022 sowie der Chancen- und Risikolage erwartet der Verbund für das Geschäftsjahr 2022 einen Gewinn auf Basis EBITDA zwischen rund 3 und 3,5 Mrd. Euro und ein bereinigtes Konzernergebnis zwischen rund 1,68 und 2,03 Mrd. Euro.
Für das Geschäftsjahr 2022 plant der Verbund eine Ausschüttungsquote zwischen 45 und 55 Prozent bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis in Höhe von zwischen rund 1,6 und 1,95 Mrd. Euro. Zudem beschloss der Vorstand der Verbund AG, der Hauptversammlung 2023 eine Sonderdividende in Höhe von 400 Mio. Euro vorzuschlagen.
Der Ergebnisausblick und die Angabe über die voraussichtliche Ausschüttungsquote erfolgt unter dem Vorbehalt keiner negativen Auswirkungen von möglichen energiepolitischen Maßnahmen zur teilweisen Abschöpfung von Gewinnen bei Energieunternehmen.
Die im globalen Aktienindex RENIXX (Renewable Energy Industrial Index) notierte Aktie der Verbund AG wird am heutigen Mittag für rd. 107 Euro gehandelt.
© IWR, 2026
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29.07.2022





