Japans größter Offshore-Windpark im kommerziellen Betrieb: 220-MW-Offshore-Windpark Kitakyushu Hibikinada speist Strom ein
Tokio (Japan) - Vor der Küste der japanischen Stadt Kitakyushu ist Anfang März der bislang größte Offshore-Windpark des Landes in den kommerziellen Betrieb gegangen. Das Projekt Kitakyushu Hibikinada Offshore-Windpark wird von der Hibiki Wind Energy Co., Ltd. betrieben, an der unter anderem der Energieversorger J-Power beteiligt ist.
Der Windpark umfasst 25 Offshore-Windenergieanlagen mit jeweils 9,6 MW Leistung und erreicht damit eine installierte Gesamtleistung von 220 MW. Nach Angaben von J-Power handelt es sich damit um den derzeit größten Offshore-Windpark in Japan. Das Windkraftwerk soll über einen Zeitraum von 20 Jahren Strom erzeugen.
Das Projekt geht auf eine öffentliche Ausschreibung der Stadt Kitakyushu aus dem Jahr 2017 zurück. Ein Konsortium, an dem auch J-Power beteiligt ist, erhielt damals den Zuschlag für Bau und Betrieb. Nach mehrjährigen Untersuchungen begann der Bau im März 2023.
Nach Angaben von Hibiki Wind Energy sollen durch den Offshore-Windpark jährlich insgesamt rund 500 Millionen kWh Strom erzeugt werden. Das entspricht etwa dem Strombedarf von rund 170.000 Haushalten und damit etwa 40 Prozent der Haushalte in der Stadt Kitakyushu. Die Anlagen stehen auf fest im Meeresboden verankerten Fundamenten.
Mit der Inbetriebnahme des Offshore-Windparks wächst die Offshore-Windkapazität Japans deutlich. Nach Angaben der Japan Wind Power Association waren Ende 2024 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 253 MW in Betrieb. Da im Jahr 2025 keine zusätzlichen Offshore-Windparks offiziell in Betrieb gegangen sind, entspricht das auch dem Stand Ende 2025. Mit der Inbetriebnahme des Offshore-Windparks Kitakyushu Hibikinada steigt die Offshore-Windenergieleistung in Japan auf knapp 500 MW an.
Insgesamt spielt die Offshore-Windenergie im japanischen Strommix bislang eine untergeordnete Rolle. Das soll sich nach den Plänen der japanischen Regierung ändern, die ambitionierte Ziele für den Ausbau verfolgt: Bis 2030 soll die Offshore-Windleistung auf 10 GW steigen, langfristig werden bis 2040 Kapazitäten von 30 bis 45 GW angestrebt. Grundlage dafür ist ein 2019 eingeführtes Gesetz zur Nutzung von Meeresgebieten für erneuerbare Energien. Es regelt Ausschreibungen und langfristige Nutzungsrechte für Projekte.
© IWR, 2026
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