KI in der Windenergie-Betriebsführung: Drehpunkt und Turbit kooperieren bei Softwareintegration
Rostock - Die auf Software für die technische Betriebsführung spezialisierte Drehpunkt GmbH und die im Bereich Überwachung von Windenergieanlagen auf der Grundlage von Künstlicher Intelligenz (KI) tätige Turbit Systems GmbH haben eine Kooperation gestartet.
Im ersten Schritt streben Drehpunkt und Turbit Systems im Rahmen der Kooperation eine höhere Integration der Daten des jeweils anderen Produkts an, wodurch gemeinsamen Kunden die Verwendung beider Produkte vereinfacht werden soll. Beide Unternehmen zählen nach eigenen Angaben in ihren Bereichen zu den Marktführern.
Drehpunkt entwickelt mit Rotorsoft seit der Gründung des Unternehmens vor 19 Jahren eine herstellerunabhängige Betriebsführungssoftware für internationale Märkte, die global bereits zur Überwachung von regenerativen Energieanlagen mit einer Leistung von über 50.000 Megawatt (MW) eingesetzt wird.
Turbit Systems nutzt für seinen KI-Ansatz historische SCADA-Daten von Windenergieanlagen, um mit neuronalen Netzen das normale, standortbezogene Verhalten der Turbinen zu erlernen. Das KI-Unternehmen simuliert dabei permanent das normale Verhalten und gleicht dieses mit den tatsächlichen Sensordaten ab. Sobald Abweichungen erkannt werden, sendet das Turbit System automatische Alarme auch direkt an Rotorsoft und die Betriebsführung. Neben Großkomponenten können mit dem KI-Verfahren dabei nach Angaben von Turbit Systems auch komplexe Standortauflagen wie Tag- und Nacht-Leistungskurven überwacht werden. Das KI-Herz von Turbit Systems sind neuronale Netze, die durch Feedbackschleifen kontinuierlich verbessert werden, und in der Lage sind, Schadensursachen vorherzusagen.
„Der Mehrwert der Turbit Systems Alarme muss in der Praxis effizient gehoben werden. Deswegen ist es für unsere Kunden sehr wichtig, die Alarme dort zu integrieren, wo die Betriebsführung täglich und langfristig arbeitet. Deswegen freuen wir uns sehr über die Kooperation mit Drehpunkt und die Softwareintegration zwischen Turbit Systems und Rotorsoft“, freut sich Christian Fontius, der neben Michael Tegtmeier einer der Geschäftsführer von Turbit Systems ist, über die Kooperation.
Die vorbeugende Instandhaltung „Predictive Maintenance“ sowie die smarte Überwachung wird global im Bereich Wind immer wichtiger. „Durch die tiefere Integration von Rotorsoft und Turbit Systems bieten wir Betreibern und Betriebsführern eine sehr attraktive Lösung und festigen unsere führende Position, Erneuerbare-Energie-Anlagen automatisiert zu überwachen und zu optimieren“, ergänzt Tino Korth, einer der beiden Geschäftsführer von Drehpunkt.
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