Kritik: Eurosolar fordert schnelleren Kohleausstieg
Bonn - Erst 2038 soll das letzte Kohlekraftwerk vom Netz gehen. Darauf hat sich die Kohlekommission geeinigt. Doch dieser Vorschlag ist kein Beitrag zum Gelingen der dezentralen Energiewende, auch nicht für einen zukunftsorientierten Klimaschutz, teilte Eurosolar mit, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien.
Eurosolar Deutschland fordert, den Ausstieg aus der Braunkohle bereits vor dem Jahr 2030 zu vollenden und einen schnellen Übergang zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien bei Strom, Wärme und Verkehr bis 2035 zu ermöglichen. Die 20 ältesten Braunkohlekraftwerke (8,4 GW) müssen noch vor 2020 stillgelegt und ein konkreter Abschaltplan für die verbleibenden Braun- und Steinkohlekapazitäten muss Bestandteil des anstehenden Ausstiegsgesetzes werden. Zudem dürfen keine neuen Gaskraftwerke als Ersatz für die stillzulegenden Kohlekraftwerke gebaut werden sowie keine weiteren Subventionen mehr an die Kohlekonzerne fließen. Es bedarf eines strikten Verbots des Neubaus von Kohlekraftwerken, so Eurosolar.
© IWR, 2026
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