Nach 170 Jahren: Siemens verlässt Russland
München - Siemens wird sich als Folge des Krieges in der Ukraine aus dem russischen Markt zurückziehen. Bisher hatte Siemens nur auf das Neugeschäft verzichtet. Doch jetzt kommt nach 170 Jahren Geschäftsbeziehungen das komplette Aus.
Das Unternehmen hat Verfahren eingeleitet, um seinen Industriebetrieb und alle industriellen Geschäftsaktivitäten in Russland und Belarus einzustellen. In Russland war Siemens vor allem mit der Mobilitäts-Sparte (hier: Bahntechnik) aktiv, das Russlandgeschäft macht aber gerade einmal 1 Prozent vom Umsatz aus.
Durch die Einstellung des Geschäfts musste Siemens Belastungen im industriellen Geschäftsbereich in Höhe von rd. 600 Mio. Euro auf Grund von Wertminderungen für das zweite Quartal (Geschäftsjahr Okt. - Sept) hinnehmen. Während der Auftragseingang in den ersten drei Monaten 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal um satte 32 Prozent auf 21,0 Mrd. Euro zulegte, lag das Ergebnis im industriellen Geschäft mit 1,8 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert. Der Gewinn nach Steuern betrug 1,2 Mrd. Euro.
Die Gesundheitssparte Siemens Healthineers wird weiterhin in Russland bleiben. Die aktuellen Sanktionen gegen Russland zielen nicht direkt auf den Gesundheitssektor ab, da die Gesundheitsvorsorge ein grundlegendes Menschenrecht ist, so Siemens.
Siemens hat auch im zweiten Quartal (bis 31. März 2022) seinen Wachstumskurs fortgesetzt und die Chancen in vielen Schlüsselmärkten trotz eines weiterhin komplexen makroökonomischen Umfelds fortgesetzt. Siemens bestätigt seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2022 auf Konzernebene.
© IWR, 2026
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