Nachfrageboom bei Hybridtürmen: Vestas sichert sich mit neuem Rahmenvertrag Produktionskontingent bei Max Bögl bis 2028
Aarhus (Dänemark) - Vestas und die Max Bögl Wind AG haben ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich Windenergie mit einem neuen Rahmenvertrag für die kommenden drei Jahre ausgebaut. Das im Rahmenvertrag vereinbarte Produktionskontingent bietet laut Unternehmen beiden Partnern eine stabile Basis, um die steigende Nachfrage bedienen zu können und Investitionen abzusichern.
Vestas will neben den bestehenden auch zukünftige Turmgenerationen mit Hybridtürmen von Max Bögl mit Nabenhöhen von 164 bis zu 175 Metern und bald auch 199 Metern auf dem Markt anbieten.
Josef Knitl, Vorstand der Max Bögl Wind AG, betont: „Unseren Partner Vestas und uns verbindet die Mission, nachhaltig und innovativ zu agieren, Emissionen zu reduzieren, erneuerbare Energieanlagen auszubauen und dadurch die Energiewende in Deutschland gezielt voranzutreiben.“ Die Zusammenarbeit soll mit dem neuen Vertrag auf ein neues Level gehoben werden und eine stabile Basis für die steigende Nachfrage im Bereich Wind-an-Land schaffen.
Vestas investiert derzeit massiv in den Ausbau seiner Kapazitäten für den deutschen Onshore-Markt. Jens Kück, Senior Vice President Sales Onshore bei Vestas Nord- und Zentraleuropa, erklärt: „Mit dem neuen Rahmenvertrag sichern wir unsere kontinuierlich steigende Nachfrage an Hybridtürmen bis einschließlich 2028 ab.“
Andre Jung, Head of Procurement bei Vestas Nord- und Zentraleuropa, ergänzt: „Max Bögl hat signifikant in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten investiert und Vestas wird den größten Anteil dieses Volumens erhalten. Damit sichern wir uns frühzeitig Produktionskapazitäten zu für beide Seiten vorteilhaften Konditionen“.
Max Bögl setzt bei der Produktion der Hybridtürme auf umweltfreundlichen Beton, der den CO2-Fußabdruck durch Substitution von Zement um 60 Prozent reduziert. Trotz dieser Umweltinnovationen bleiben die erforderliche Endfestigkeit und die Recyclingfähigkeit der Bauteile erhalten.
Parallel meldet Vestas einen neuen Auftrag von Energiekontor über 94 Megawatt in Deutschland. Für die Projekte „Haberloh“ und „Heidkrug“ sollen 13 Windenergieanlagen des Typs V162-7.2 MW geliefert werden. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2027 geplant. Der Vertrag beinhaltet zudem eine 20-jährige Servicevereinbarung.
„Nach drei Handelstagen steht die Aktie von Vestas mit einem Minus von 1,4 % bei 16,45 Euro (Schlusskurs 03.09.2025, Börse Stuttgart). Gegenüber dem Jahreswechsel verzeichnet die Aktie damit derzeit ein Plus von 25 %.
© IWR, 2026
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