Ørsted reduziert Rechtsrisiken: Ørsted erzielt weiteren Gerichtserfolg im Elsam-Verfahren um Schadensersatzklagen
Fredericia – Der dänische Energiekonzern Ørsted hat im langjährigen Rechtsstreit um angeblich überhöhte Strompreise des früheren Stromerzeugers Elsam einen weiteren wichtigen Erfolg erzielt. Das dänische See- und Handelsgericht entschied in sechs Musterverfahren zugunsten des Unternehmens und wies Schadensersatzforderungen von Klägern zurück.
Die Kläger hatten in den sechs Verfahren Schadensersatz in Höhe von bis zu 416 Mio. DKK (rund 55,8 Mio. Euro) zuzüglich gesetzlicher Zinsen geltend gemacht. Einschließlich der aufgelaufenen Zinsen belief sich das Streitvolumen zuletzt auf rund 712 Mio. DKK (etwa 95,5 Mio. Euro). Die Musterverfahren gelten als repräsentativ für mehr als 1.000 Klagen im Zusammenhang mit dem Vorwurf, Elsam habe zwischen 2003 und 2006 seine marktbeherrschende Stellung auf dem westdänischen Stromgroßhandelsmarkt missbraucht.
Für Ørsted ist die aktuelle Entscheidung bereits der zweite bedeutende juristische Erfolg in dem Komplex. Bereits 2018 hatte sich das Unternehmen in einem Verfahren gegen die dänischen Wettbewerbsbehörden durchgesetzt. Die Kläger führten ihre Klagen jedoch weiter und versuchten nun, einen Wettbewerbsverstoß unabhängig von den damaligen Behördenentscheidungen nachzuweisen.
Die im RENIXX World gelistete Ørsted-Aktie reagierte positiv auf das Urteil und gewann im heutigen Handel rund 1,5 Prozent auf etwa 20 Euro. Anleger werteten die Entscheidung als wichtigen Etappensieg in einem seit Jahren laufenden Rechtsstreit, der für das Unternehmen mit potenziellen finanziellen Risiken verbunden ist. Gegen das aktuelle Urteil können die Kläger Berufung einlegen.
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