Regionaler grüner Wasserstoff: Stawag steigt in die Wasserstofftechnologie ein
Aachen - Der Aachener Energieversorger Stawag wird in der Nähe des Windparks Aachen Nord einen Elektrolyseur mit einer Leistung von rund zwei Megawatt errichten.
Dieser spaltet mit Hilfe des Windstroms Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff auf. Der Wasserstoff soll in mobilen Speichern unter Druck abgefüllt und von Zugfahrzeugen zu einer Wasserstofftankstelle auf dem Gelände des Aachener Verkehrsunternehmens Aseag transportiert werden. Der Wasserstoff soll ausschließlich regional für die Betankung von Brennstoffzellen-Bussen der Aseag genutzt werden.
„Mit unseren Klimazielen 2030 haben wir ein umfangreiches Paket für eine klimafreundliche Strom- und Wärmeversorgung geschnürt. Auch ein Anschub für eine umweltfreundlichere Mobilität ist Teil unseres Programms“, so Stawag-Vorstand Dr. Christian Becker. „Mit unserem neuen Projekt koppeln wir die Sektoren Strom und Verkehr und tragen zur Flexibilisierung der erneuerbaren Energien bei“, so Becker weiter. „Busse mit Brennstoffzellen, die mit grünem und lokal erzeugten Wasserstoff angetrieben werden, können zu einer weiteren Reduzierung der Emissionen im Verkehr beitragen „Deshalb beteiligen wir uns gerne an diesem Pilotprojekt“, ergänzt Aseag-Vorstand Michael Carmincke.
Die Stawag hat für das Projekt einen Förderantrag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eingereicht und einen Zuschlag über eine Unterstützung von rund 3,5 Millionen Euro erhalten, das sind rund 45 Prozent der Investitionskosten. Die Mittel stammen aus dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (Phase II). Die Aseag hat entsprechende Förderanträge für die Tankstelle und Brennstoffzellen-Busse gestellt.
Rund 24 Monate sind nötig, um die gesamte erforderliche Infrastruktur zu planen und zu errichten. Vorausgesetzt alle weiteren Fördermittel können eingeworben werden, soll Ende 2023 zum ersten Mal Wasserstoff für den Aachener ÖPNV produziert werden.
© IWR, 2026
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