Riesiger Überhang: Japanische AKW-Betreiber verkaufen Uranbrennstoffe
Münster - Die japanischen Betreiber von Atomkraftanlagen fangen an, ihre riesigen Bestände an Uranbrennstoffen zu verkaufen. Von den einst 54 Atomrekatoren in Japan wurden 21 Atomkraftanlagen bereits permanent stillgelegt. Die AKW-Betreiber erwarten nun, dass von den verbleibenden 33 Anlagen nicht viel mehr als die derzeit neun wieder in Betrieb befindlichen Anlagen ans Netz gehen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Wegen der zusätzlichen Schließung von Atomkraftanlagen u.a. in Deutschland und den USA rechnen Händler über Jahre mit einem hohen Druck auf die Preise für Uran, das nur noch zu etwa einem Drittel des Wertes vor Fukushima gehandelt wird, berichtet Reuters weiter.
Das Problem schlummert offenbar als tickende Zeitbombe in den Bilanzen der japanischen Energieversorger. Die Bestände an Kernbrennstoffen im Wert von 24 Milliarden US-Dollar werden in den Bilanzen der japanischen Energieversorger als Anlagevermögen zum einstigen Kaufpreis gebucht, so Reuters. Wegen des hohen Preisverfalls seien diese Werte unrealistisch. Selbst abgebrannte Brennelemente werden in den Bilanzen der japanischen Stromversorger als Aktivposten geführt, obwohl man für die Entsorgung in einem Endlager eher wird bezahlen müssen.
© IWR, 2026
Sunrun verzeichnet Speicherboom: Sunrun steigert Abonnenten und Umsatz deutlich - Aktie legt zu
Array Technologies enttäuscht: Array Technologies steigert Umsatz 2025 um 40 Prozent - Rekord-Auftragsbestand - Aktie stürzt dennoch ab
Nel ASA-Aktie dreht nach schwachen Zahlen ins Plus: Nel ASA Umsatz sinkt - Verluste ausgeweitet - Auftragseingang steigt deutlich
Green Value begleitet Transaktion: Green Value GmbH unterstützt Balance Erneuerbare Energien GmbH bei Kauf von Biogas-Portfolio
Ormat kündigt konstante Quartalsdividende von 0,12 USD an: Ormat steigert Umsatz in Q4 und Gesamtjahr 2025 zweistellig - starkes Wachstum bei Energiespeichern
Das könnte Sie auch noch interessieren
Jobticker - Neuzugänge Energiejobs
Stromtarife-Haushalte vergleichen - strompreisrechner.de
Original-Pressemitteilungen Energiewirtschaft
05.09.2019



