Schäden zu groß: Großbritannien schaltet 2021 bereits drittes Atomkraftwerk endgültig ab
Münster - In Großbritannien endet in diesem Jahrzehnt die Betriebszeit für zahlreiche Atomkraftwerke. Allein im Jahr 2021 sind bisher schon drei Atomkraftwerke mit einer Bruttoleistung von knapp 1.900 MW endgültig stillgelegt worden. Das geht aus den Angaben der International Atomic Energy Agency (IAEA) hervor.
Im Juni 2021 wurden die beiden britischen AKW-Blöcke Dungeness B-1 und Dungeness B-2 mit einer Bruttoleistung von je 615 MW endgültig abgeschaltet. Dungeness ist eine Landspitze im Süden des Landes, südwestlich von Folkestone gelegen. Eigentlich sollte das seit 2018 nicht mehr im Betrieb befindliche Kraftwerk bis 2028 weiter genutzt werden, doch zu hohe Schäden in der Anlage haben das letztendlich verhindert. Zwei weitere Blöcke Dungeness A-1 und Dungeness A-2 mit je 230 MW Bruttoleistung sind bereits Ende 2006 stillgelegt worden. Am Standort Dungeness endet damit die Nutzung der Kernenergie.
Auch das Atomkraftwerk Hunterston B-1 mit einer Bruttoleistung von 644 MW ist in diesem Jahr (26.11.2021) vom Netz gegangen und produziert keinen Strom mehr. Der französische Betreiber EDF hatte das hoch im Norden an der schottischen Westküste gelegene Atomkraftwerk nach der Entdeckung von zu vielen Rissen im Graphitkern vorzeitig stillgelegt. Ein weiterer AKW-Block, Hunterstron B-2, mit 644 MW Bruttoleistung wird Ende Januar 2022 endgültig abschaltet. Damit sind dann auch hier alle vier Atomkraftwerke am AKW-Standort Hunterston (A-1, A-2, B-1 und B-2) endgültig vom Netz.
© IWR, 2026
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08.12.2021





