Schub durch Einmaleffekte: Vattenfall mit Gewinnsprung trotz sinkender Strompreise
Stockholm - Der Energiekonzern Vattenfall hat im ersten Halbjahr 2024 deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Wie der schwedische Staatskonzern mittteilte, stieg der Gewinn um 19,3 Mrd. SEK auf 26,2 Mrd. SEK (1. HJ 2023: 6,9 Mrd. SEK). Das ist ein Zuwachs um 379 Prozent. Der Nettoumsatz ging um 19 Prozent auf 128,5 Mrd. SEK (1. HJ 2023: 158,5 Mrd. SEK) zurück.
Das zugrunde liegende Betriebsergebnis für das erste Halbjahr 2024 stieg um 3,3 Mrd. SEK auf 17,9 Mrd. SEK. Durch Preisabsicherung konnte Vattenfall beispielsweise trotz eines rückläufigen Markttrends höhere Preise in den nordischen Ländern erzielen.
Neben dem verbesserten Betriebsgewinn ist der Anstieg auch auf einmalige Effekte zurückzuführen, die hauptsächlich mit dem Verkauf von 49 Prozent von Nordlicht I & II im 2. Quartal 2024 und dem Verkauf der Norfolk-Projekte im 1. Quartal 2024 zusammenhängen.
Im ersten Halbjahr 2024 haben Vattenfall und Infrastructure Partners (CIP) die Genehmigung zum Bau des Windparks IJmuiden Ver Beta vor der niederländischen Küste erhalten. Mit diesem Projekt betritt Neuland, da hier Wind, Sonne und Wasserstoff kombiniert werden.
Gemeinsam mit den anderen Miteigentümern der Kernkraftwerke Forsmark und Ringhals hat der schwedische Staatskonzern die strategische Entscheidung getroffen, den Betrieb der fünf Reaktoren von 60 auf 80 Jahre zu verlängern. Des Weiteren prüft Vattenfall derzeit drei Anbieter von Großreaktoren. Unter den sechs bewerteten Anbietern von kleinen modularen Reaktoren (SMRs) plädiert Vattenfall derzeit für Rolls Royce SMR in Großbritannien und GE Hitachi Nuclear Energy in den USA.
© IWR, 2026
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