Startup Boston Metal: BMW investiert in CO2-freie Stahlproduktion
München - BMW setzt in Zukunft auf ein innovatives Verfahren zur CO2-freien Stahlherstellung. Dazu investiert BMW über seinen Venture-Capital-Fonds
BMW i Ventures in das US-Startup Boston Metal.
Boston Metal will das neue Verfahren in den kommenden Jahren für die Stahlproduktion im industriellen Maßstab ausbauen. Die Investition ist Teil der weitreichenden Nachhaltigkeitsaktivitäten der BMW Group mit dem Ziel, die CO2-Emissionen bereits im Lieferantennetzwerk deutlich zu reduzieren.
Stahl ist mit seinen vielseitigen Eigenschaften einer der wichtigsten Werkstoffe in der Automobilproduktion und wird für zukünftige Fahrzeuggenerationen nicht an Bedeutung verlieren. Auch mit dem dynamischen Hochlauf der Elektromobilität bleibt Stahl ein wichtiger Konstruktionswerkstoff für die Karosserie und zahlreiche Komponenten, teilte BMW mit. BMW verarbeitet pro Jahr mehr als eine halbe Million Tonnen Stahl.
Bei der herkömmlichen Herstellung von Stahl entsteht in den Hochöfen Kohlendioxid. Das Startup Boston Metal verwendet Strom, um über eine Elektrolysezelle Roheisen herzustellen, das später zu Stahl weiterverarbeitet wird. Wenn für diesen Prozess Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt wird, ist die Stahlproduktion CO2-frei. In den kommenden Jahren baut Boston Metal Demonstrationsanlagen für sein Verfahren auf, um es so für die Verwendung im industriellen Maßstab weiterzuentwickeln.
© IWR, 2026
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