Umwelt: Weltweit erstes Kreuzfahrtschiff mit Flüssiggas sticht in See
Berlin - Heute geht die AIDAnova, das weltweit erste Kreuzfahrtschiff, das verflüssigtes Erdgas (LNG) als Kraftstoff nutzt, von Teneriffa aus auf Jungfernfahrt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die Entwicklung und industrielle Anwendung des LNG-Antriebs des Schiffes, das in Deutschland gebaut wurde, maßgeblich gefördert, teilte das BMWi mit.
Gebaut wurde das neue Schiff von der Meyer Werft in Papenburg. Heute (19.12.2018) wurde das LNG-betriebene Kreuzfahrtschiff in Bremerhaven an die Reederei AIDA Cruises (Rostock) abgeliefert. Es ist zudem das größte, jemals in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff. Die AIDAnova ist das erste von insgesamt drei neuen Schiffen für die Marke AIDA.
Die nachhaltige Gestaltung des Seeverkehrs ist eines der zentralen Ziele der Maritimen Agenda 2025 der Bundesregierung, so das BMWi. Mit seinem maritimen Forschungsprogramm hat das BMWi zwischen 2009 und 2013 zwei Projekte mit rund 1,6 Millionen Euro gefördert, die maßgeblich zur Ausgestaltung des internationalen Regelungswerks für den Einsatz von LNG-Technologien im Seeverkehr beigetragen haben. Die Innovationskosten der Meyer-Werft für den LNG-Antrieb der AIDAnova haben der Bund zu zwei Dritteln und das Land Niedersachsen zu einem Drittel mit weiteren insgesamt 7,8 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ bezuschusst.
Im Gegensatz zu ölbasierten Schiffskraftstoffen verursacht LNG keine Schwefeloxid-Emissionen. Stickoxid-Emissionen werden im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen um bis zu 80 Prozent und Partikel-Emissionen um rund 98 Prozent reduziert. Bei den Treibhausgasemissionen senkt LNG den Ausstoß um 20-25 Prozent.
© IWR, 2026
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19.12.2018



