Vestas erzielt beste Q1-Marge seit 2018: Vestas steigert Quartalsgewinn und bestätigt Jahresprognose - Auftragseingang wächst - Aktie gibt nach
Aarhus (Dänemark) - Der dänische Windturbinenhersteller Vestas hat im ersten Quartal 2026 Umsatz und Profitabilität gesteigert und zugleich einen deutlich höheren Auftragseingang verzeichnet. Die Aktie gibt heute nach.
Der im regenerativen Aktienindex RENIXX World gelistete Konzern erzielte einen Umsatz von 3,97 Mrd. Euro, was gegenüber dem Vorjahresquartal einem Plus von 14,4 % entspricht (Q1 2025: 3,47 Mrd. Euro).
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sondereffekten lag bei 127 Mio. Euro, und damit deutlich über dem Wert des Vorjahresquartals (Q1 2025: 14 Mio. Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 3,2 %, nach 0,4 % im ersten Quartal 2025. Pro Aktie steigt der verwässerte Gewinn auf 0,86 Euro (Q1 2025: 0,56 Euro). Der bereinigte freie Cashflow blieb mit –533 Mio. Euro negativ, nach –325 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum (Q1 2025).
Besonders dynamisch entwickelte sich der Auftragseingang: Vestas verbuchte im ersten Quartal 4.504 MW an festen und bedingungslosen Windturbinenaufträgen, ein Anstieg um 44 % gegenüber dem Vorjahr. Der Wert des Turbinen-Auftragsbestands lag zum Quartalsende bei 36,3 Mrd. Euro (Q1 2025: 32,9 Mrd. Euro). Zusammen mit Serviceverträgen in Höhe von 39,8 Mrd. Euro ergibt sich ein kombinierter Auftragsbestand von 76,1 Mrd. Euro (Q1 2025: 69,8 Mrd. Euro).
Im Zuge der Kapitalstrategie kündigte Vestas zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 100 Mio. Euro an.
Die Jahresprognose wurde bestätigt. Für 2026 erwartet der Konzern weiterhin einen Umsatz von 20 bis 22 Mrd. Euro sowie eine EBIT-Marge von 6 bis 8 %. Die Investitionen sollen bei rund 1,2 Mrd. Euro liegen.
„Vestas hat ein solides erstes Quartal 2026 geliefert, getrieben von einer verbesserten Umsetzung in unseren Onshore- und Offshore-Geschäften in einem Umfeld zunehmender geopolitischer Unsicherheit. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 14 %, und mit einer EBIT-Marge von 3,2 % erzielten wir die höchste Profitabilität im ersten Quartal seit 2018 und unterstreichen damit unsere positive operative Entwicklung. Der Sanierungsplan im Servicegeschäft wurde mit verbesserter kommerzieller und operativer Disziplin fortgesetzt“, kommentiert CEO Henrik Andersen die Entwicklung des Konzerns im ersten Quartal. „Die aktuelle geopolitische Unsicherheit und Energiekrise unterstreichen den Bedarf an erschwinglicher, sicherer und nachhaltiger Energie“, ergänzt Andersen mit Verweis auf die geopolitische Lage.
Die Vestas-Aktie gibt bis zum frühen Nachmittag um 1,5 % auf 25,50 Euro nach (13:46 Uhr, 06.05.2026, Börse Stuttgart). Gegenüber dem Kurs zum Jahreswechsel ist das ein Plus von rund 13 %.
© IWR, 2026
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