Vier große Stromleitungen vollständig genehmigt: Deutschland erhöht 2025 das Tempo beim Ausbau der Stromnetze
Berlin – Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat im Jahr 2025 rund 2.000 Kilometer Stromleitungen genehmigt, das ist ein Plus von etwa 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt sind damit die Genehmigungsverfahren für rund 4.700 Kilometer Leitungen abgeschlossen.
Zum ersten Mal wurden die Genehmigungen für große Hochspannungs-Gleichstrom-Verbindungen erteilt. Die sogenannten „Stromautobahnen“ A-Nord, Ultranet, SuedLink und SuedOstLink haben nun grünes Licht für den Bau erhalten. Die 2.000 MW-Stromleitung Ultranet von Philippsburg in Baden-Württemberg bis nach Meerbusch-Osterath in Nordrhein-Westfalen bildet den Auftakt und soll Ende 2026 in Betrieb gehen. Die 2.000 MW-Stromleitung A-Nord von Emden bis Osterath folgt 2027. Im Jahr 2028 sorgen dann die 4.000 MW-Stromleitung SuedLink sowie die 2.000 MW-Stromleitung Suedost-Link für eine sichere Stromversorgung auch in Bayern.

Präsident Klaus Müller betont: „Wir haben den Ankündigungen des letzten Jahres Taten folgen lassen. Auf ein Rekordjahr der Stromnetz-Genehmigungen folgt ein weiteres." Müller betont, dass der Ausbau des Stromnetzes für den Erfolg der Energiewende unerlässlich sei. "2025 haben wir die Verfahren für vier große Stromautobahnen abgeschlossen. Ein sichtbarer Beleg dafür, dass die Beschleunigung der letzten Jahre konkrete Ergebnisse erzielt“ so Müller.
Der gesetzlich festgelegte Bedarf für den Stromnetzausbau liegt bei rund 16.800 Kilometern. Die Bundesnetzagentur ist für etwa 9.600 Kilometer zuständig. Noch rund 4.100 Kilometer befinden sich in den Genehmigungsverfahren, während für weitere 4.700 Kilometer der Baubeginn bevorsteht oder bereits läuft.
© IWR, 2026
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02.01.2026




