Von Tauchern zu Robotern: Meridian Energy setzt für Inspektionen von Wasserkraftwerken auf ferngesteuerten Roboter
Wellington , Neuseeland - Das neuseeländische regenerative Energieunternehmen Meridian Energy setzt auf lokale Innovation, um die Betriebseffizienz seiner Wasserkraftanlagen zu steigern und Ausfallzeiten zu reduzieren. Zum Einsatz kommt dabei ein speziell entwickelter Unterwasser-Inspektionsroboter des Unternehmens Bay Dynamics NZ.
Bislang nutzte Meridian für die Inspektion kritischer Unterwasserinfrastrukturen wie Dämmen und Überläufen entweder Taucher – mit hohem Sicherheitsaufwand und witterungsabhängig – oder aufwendige Trockenlegungsverfahren. Beides ist zeitintensiv und birgt das Risiko erheblicher Betriebsausfälle.
„Wir wollten eine sichere, effiziente Lösung, die Ausfallzeiten minimiert, damit wir uns darauf konzentrieren können, mehr Strom für Neuseeland zu erzeugen. Die Lösung war naheliegend – Roboter“, erklärt Tania Palmer, General Manager Generation bei Meridian.
Obwohl ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge (ROVs) weltweit im Einsatz sind, erwiesen sich die ausländischen Optionen als teuer – und viele standen nur zur Miete zur Verfügung. Meridian entschied sich deshalb für eine Partnerschaft mit Bay Dynamics NZ, um eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln.
Das Ergebnis: der BlueROV-C – ein modular aufgebautes, kommerzielles ROV, speziell angepasst an die Bedingungen der neuseeländischen Wasserkraft. „Wir haben die besten Technologien weltweit zusammengetragen und mit selbst entwickelten Komponenten kombiniert, um den BlueROV-C zu bauen – ein kommerzielles ROV mit Modularität im Fokus“, so Matt Mooney, Technischer Direktor bei Bay Dynamics NZ.
Der BlueROV-C wird derzeit am Benmore-Kraftwerk getestet und zeigt nach Angaben von Meridian Energy bereits vielversprechende Ergebnisse. Dank kompakter Bauweise und hoher Wendigkeit erreicht das ROV schwer zugängliche Bereiche sicher und liefert präzise Daten.
„Ein lokaler Anbieter ist ein riesiger Vorteil, wenn es um schnelle Anpassungen des ROVs geht – und es fühlt sich gut an, in heimische Technologie zu investieren“, so Palmer.
© IWR, 2026
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