Wachstum: Mehr Wind- und Solarstrom im 50Hertz-Gebiet im 1 Halbjahr 2019
Berlin - Nach ersten vorläufigen Berechnungen von 50Hertz wurde in den ostdeutschen Flächenländern, Berlin und Hamburg in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 im 50Hertz-Netzgebiet aus Wind und Sonne mehr Strom erzeugt als im Vorjahreszeitraum. Die Windstromerzeugung stieg im ersten Halbjahr (1 Hj) 2019 deutlich um ca. 30 Prozent auf insgesamt 21,59 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) (1 Hj 2018: 16,56 Mrd. kWh). Die Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf etwa 6,05 Mrd. kWh, was einem Zuwachs von etwa 3 Prozent entspricht (1. Hj 2018: 5,88 Mrd. kWh).
Nach einer ersten Einschätzung von 50Hertz trugen vor allem ein generell höheres Windaufkommen sowie die Offshore-Windkraft mit weiteren Anlagen zu dem Anstieg bei. Die installierte Leistung von Windkraftanlagen an Land und auf See lag Mitte 2019 bei 19.571 Megawatt (Mitte 2018: 18.856 MW). Photovoltaikanlagen wiesen Mitte 2019 eine installierte Leistung von 11.066 MW auf – Mitte 2018 waren es 10.566 MW.
Trotz dieses Zuwachses bei der installierten Leistung und den eingespeisten Strommengen sind die Kosten für das sogenannte Engpassmanagement stabil geblieben. Zu dem Engpassmanagement gehören Eingriffe in die Fahrweise konventioneller Kraftwerke (Redispatch nach § 13,1 Energiewirtschaftsgesetz) sowie die temporäre Abregelung von Erneuerbare-Energien-Anlagen (Einspeisemanagement nach § 13,2 Energiewirtschaftsgesetz). So liefen im ersten Halbjahr nach ersten Schätzungen 2019 Redispatchkosten von rd. 13 Millionen Euro (Mio. Euro) auf, die Kosten für das Einspeisemanagement lagen bei rd. 48 Mio. Euro. Die Gesamtkosten für das Engpassmanagement im ersten Halbjahr 2019 im 50Hertz-Netzgebiet summieren sich damit vorläufig auf rd. 61 Mio. Euro.
© IWR, 2026
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