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Wärmewende: Markt für Wärmepumpen 2021 erneut mit starkem Wachstum

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Berlin - Der Wärmepumpenabsatz in Deutschland ist im letzten Jahr erneut stark gestiegen. Insgesamt wurden 2021 in Deutschland 154.000 Heizungswärmepumpen abgesetzt. Dies entspricht einem Wachstum von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das größte Wachstum mit einem Plus von 33 Prozent auf 127.000 Geräte weist dabei der Bereich der Luft-Wasser-Wärmepumpen auf. Im Bereich der erdgekoppelten Anlagen stieg der Absatz 2021 um 10 Prozent auf 27.000 Anlagen, wobei Sole-Wärmepumpen in diesem Segment mit 23.000 Anlagen (+12 Prozent) den Hauptanteil ausmachen.

In der Kategorie der reinen Warmwasser-Wärmepumpen konnte der Absatz 2021 gegenüber dem Vorjahr 2020 um 15 Prozent auf 23.000 Geräte gesteigert werden.

Der positive Markttrend erweist sich somit trotz Corona-bedingter Einschränkungen und weltweiter Lieferkettenkomplikationen als stabil. Dies zeigt sich auch an der großen Nachfrage nach der neuen Bundesförderung effiziente Gebäude BEG, die in diesem Jahr das Marktanreizprogramm abgelöst hat, so der Bundesverband Wärmepumpe. 66.496 Förderanträge für Wärmepumpen wurden beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle allein für den Einsatz beim Heizungstausch gestellt.

Die Wärmepumpenbranche demonstriere damit, dass der von der neuen Bundesregierung geplante verstärkte Rollout von Wärmepumpen gelingen kann. Dafür müssten allerdings die im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen schnell umgesetzt werden, damit sich Heizungsindustrie, Handwerk und Verbraucher darauf einstellen können und Planungssicherheit erhalten, so der BWP weiter. Das betreffe vor allem die Abschaffung der Finanzierung der EEG-Umlage über den Strompreis. Auch weitere Bestandteile des Strompreises müssten auf den Prüfstand. Darüber hinaus bräuchten die Marktakteure auch hinsichtlich des ab 2025 angekündigten Nutzungsgebots für mindestens 65 Prozent erneuerbarer Wärme bei jeder Heizungsinstallation jetzt schnellstmöglich Klarheit.

© IWR, 2022

21.01.2022