Weltweit spitze: Fraunhofer ISE Labor senkt Messunsicherheit bei PV-Modulen auf 1,1 Prozent
Freiburg - Das Kalibrierlabor CalLab PV Modules des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hat von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) die Reakkreditierung als unabhängiges Kalibrierlabor gemäß der neuen Norm DIN EN ISO/IEC 17025: 2018 erhalten.
Mit deutlich verschärften Anforderungen konnte das ISE Labor nachweisen, dass es seine Messunsicherheit von 1,3 auf 1,1 Prozent für monofaziale Photovoltaikmodule gesenkt hat. Damit erreicht das Labor einen weltweiten Spitzenwert in der Kalibrierung von Photovoltaikmodulen.
Die Messunsicherheit ist ein entscheidender Faktor für die Qualitätssicherung in der Modulproduktion und bei Investitionen in PV-Kraftwerke. Angesichts von Produktionsmengen im Gigawatt-Maßstab geht es dabei um beträchtliche Leistungen und Kosten.
Modulhersteller, die eine verkaufte Leistung ihrer Produkte garantieren, können durch genauer kalibrierte Referenzmodule die Toleranzen in ihren Datenblatt-Angaben senken. Aber auch Investoren profitieren von geringeren Messunsicherheiten bei der Charakterisierung von Modulen, da die Simulation der Erträge von PV-Anlagen und damit die Renditeberechnung präziser werden.
„Bei einer weltweiten Modulproduktion von etwa 100 GW entspricht ein Prozent Messunsicherheit einem Gigawatt Leistungsunsicherheit, das sind bei heutigen Preisen etwa 300 Millionen Euro. Hohe Präzision zahlt sich für Anbieter wie für Kunden aus“, so Dr. Harry Wirth, Bereichsleiter PV-Module und Kraftwerke am Fraunhofer ISE.
© IWR, 2025
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