Windenergie: Senvion findet bisher keinen Investor für Turbinenbereich
Hamburg - Der Windkraftanlagen-Hersteller Senvion hat heute bekannt gegeben, dass es mehrere detaillierte Angebote für verschiedene wesentliche Kerngeschäftsbereiche des Unternehmens erhalten hat. Für den Turbinenbereich, d.h. die Produktion von Windkraftanlagen, sind "trotz intensiver und weltweiter Suche keine Angebote für den gesamten Bereich eingegangen", teilte Senvion am Abend (28.08.2019) mit. Damit ist ein Verkauf des gesamten Unternehmens vom Tisch, eine Zerschlagung zeichnet sich ab.
Das Unternehmen leitet nach eigenen Angaben die Endphase des M&A-Prozesses ein und wird die Investorenkonzepte am 10. September 2019 der Gläubigerversammlung zur Abstimmung vorlegen. Die verbesserte finanzielle Situation des Unternehmens ermöglicht die Betriebsfortführung bis zum Verkauf an einen Investor. Dies schließt Lohn- und Gehaltszahlungen für alle Geschäftsbereiche ein.
Obwohl für den Turbinenbereich noch kein Investor gefunden wurde, sind noch verschiedene Fortführungsprojekte abzuwickeln. Das bedeutet, dass für einen "erheblichen Teil der Belegschaft" im Turbinengeschäft die Beschäftigung teilweise bis in das Jahr 2020 gesichert ist, so Senvion. Während die Arbeitsplätze im Turbinengeschäft für den August 2019 gesichert werden konnte, werden im September erste Entlassungen erwartet, die zum Jahresende wirksam werden.
Das Unternehmen führt entsprechende Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern über mögliche Sozialpläne und Interessenausgleiche sowie eine Transfergesellschaft für die betroffenen Mitarbeiter.
© IWR, 2026
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28.08.2019



