Windkraft- überholt Wasserkraftleistung in Schweden: BayWa r.e. und Stora Enso treiben Ausbau der Windenergie in Schweden voran – 1,2 GW Windkraft gemeinsam geplant
München - Die BayWa r.e. ist von Stora Enso, einem der weltweit größten privaten Waldbesitzer und Anbieter nachhaltiger Materialien, als strategischer Partner zur Entwicklung von Onshore-Windenergieprojekten in Schweden ausgewählt worden. Die Vereinbarung erstreckt sich über mehr als 1,2 GW (1.200 MW) installierter Leistung in den Regionen Zentral- und Nordschweden.
BayWa r.e. wird die vollständige Projektentwicklung übernehmen – von der Flächenbewertung über Umwelt- und Kulturgutprüfungen bis hin zu Genehmigungsverfahren und der Projektumsetzung. Insgesamt sind mindestens 158 Windenergieanlagen vorgesehen.
„Diese Partnerschaft markiert einen wichtigen Meilenstein in unserer Portfoliostrategie in den nordischen Ländern. Gemeinsam mit Stora Enso werden wir bedeutende Projekte auf Flächen entwickeln, die sich außerordentlich gut für die Windenergienutzung eignen, und gleichzeitig zur Energiewende in Schweden und darüber hinaus beitragen“, kommentiert David Rosberg, CEO von BayWa r.e. Nordic.
Die Partnerschaft könnte künftig auch auf Solar- und Speichertechnologien (BESS) ausgeweitet werden, teilte BayWa r.e. mit.
Für Stora Enso bedeutet die Kooperation einen strategischen Schritt zur aktiven Mitgestaltung der Energiewende. „Als einer der größten privaten Waldbesitzer weltweit ist es für uns naheliegend, unsere Flächen für die Entwicklung grüner Infrastruktur zur Verfügung zu stellen“, erklärt Emil Thalin, Director of Energy Development bei Stora Enso.
Die identifizierten Flächen befinden sich derzeit in der frühen Planungsphase. In den kommenden Monaten sollen lokale Projektstrukturen aufgebaut und umfangreiche Machbarkeits- sowie Umweltstudien durchgeführt werden. Ein intensiver Dialog mit Gemeinden und Interessensgruppen steht bevor. Der Abschluss der Genehmigungsverfahren wird binnen fünf Jahren angestrebt.
Die Kooperation stärkt die Position von BayWa r.e. in Skandinavien deutlich. Mit der aktuellen Vereinbarung steigt die Projektpipeline des Unternehmens in der Region auf mehr als 2,6 GW (2.600 MW).
Im Jahr 2024 stieg die installierte Windkraftleistung auf über 17 GW (17.000 MW). Gemessen an der installierten Kapazität ist die Windenergie die größte Energiequelle, gefolgt von der Wasserkraft (16.280 MW), der Kernenergie (6.950 MW), sonstige Wärmekraftwerke (6.600 MW) und der Solarenergie (4.800 MW).
© IWR, 2026
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