Windmarkt Rumänien zieht an: Vestas liefert Windturbinen für schlüsselfertiges Großprojekt in Rumänien
Aarhus, Dänemark - Vestas hat gestern (17.06.2024) neben dem Abschluss der Service- und Lieferverträge mit dem Energieversorger Vattenfall und der Chemiekonzern BASF für den Offshore-Windpark Nordlicht in der deutschen Nordsee auch im Onshore-Bereich einen wichtigen Großauftrag bekannt gegeben.
Der dänische Windturbinenriese hat von First Look Solutions einen Festauftrag über die schlüsselfertige Umsetzung von Phase 1 des Windpark-Projektes Vifor mit einer Leistung von 192 MW im Südosten Rumäniens erhalten. First Look Solutions ist eine Tochtergesellschaft des regenerativen Energieversorgers und Betreibers Rezolv Energy and Low Carbon aus Prag in Tschechien.
Der Auftrag umfasst 30 Turbinen des Typs V162-6,2 MW der Enventus-Plattform, die mit einer Leistung von 6,4 MW betrieben werden. Neben der Lieferung und Inbetriebnahme der Turbinen ist Vestas im Rahmen der EPC-Vereinbarung auch für die projektspezifischen Bau- und Elektroarbeiten verantwortlich. Nach der Fertigstellung wird Vestas zudem den Service der Anlagen für einen Zeitraum von 15 Jahren übernehmen.
Das Vifor-Projekt im Kreis Buzău nordöstlich von Bukarest besteht aus zwei Bauphasen. Der feste und unbedingte Auftrag betrifft Phase 1 des Projekts. Die Lieferungen werden voraussichtlich Anfang 2025 beginnen, die Inbetriebnahme ist bis Ende 2025 geplant.
"Der Windpark Vifor wird eine wichtige Rolle bei der Verringerung der Abhängigkeit Rumäniens von fossilen Brennstoffen spielen, die Energiesicherheit des Landes erhöhen und die Luftqualität verbessern“, ordnet Alastair Hammond, CEO von Rezolv Energy den Stellenwert des Projektes ein. "Vestas freut sich, diesen Auftrag als schlüsselfertiges Projekt zu liefern, und wir danken unseren Partnern von First Look Solutions für die gute Zusammenarbeit und ihr Vertrauen in unsere branchenführende Technologie", ergänzt Nils de Baar, Präsident von Vestas Northern and Central Europe den Projektzuschlag.
Die Vestas-Aktie kann gestern nicht von den Erfolgsmeldungen im On- und Offshore-Sektor profitieren. Zum Handelsende steht die Aktie mit einem Verlust von 5,4 Prozent bei einem Kurs von 23,46 Euro (Schlusskurs, 17.06.2024, Börse Stuttgart).
© IWR, 2026
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