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Neue Ökostrom-Allianz nimmt Betrieb auf: Handelgrün startet Direktvermarktung und Flexibilitätshandel

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Hamburg - Mit Handelgrün formieren vier unabhängige Ökostromanbieter aus Deutschland und Österreich eine neue Allianz für die Direktvermarktung erneuerbarer Energien. Das Joint Venture will Ökostrom konsequent ohne fossile Verflechtungen in den Markt integrieren und damit neue wirtschaftliche Spielräume für Anlagenbetreiber eröffnen.

Die Elektrizitätswerke Schönau, Green Planet Energy, Naturstrom und die Oekostrom AG haben mit Handelgrün einen gemeinsamen Direkt- und Flexibilitätsvermarkter etabliert. Nach dem operativen Start am 1. Januar 2026 bereitet das Unternehmen nun den Einstieg in die Ökostrom-Direktvermarktung ab dem dritten Quartal 2026 vor. Mit dem klaren Fokus auf fossilfreier Ökostrom-Direktvermarktung und Flexibilitätslösungen positioniert sich Handelgrün in einem wachsenden und zunehmend wettbewerbsintensiven Markt.

Vier Ökostromanbieter gründen gemeinsamen Direktvermarkter
Mit der Handelgrün GmbH & Co. KG ist zum Jahresbeginn 2026 ein neues Joint Venture im Strommarkt gestartet. Die vier führenden unabhängigen Ökostromanbieter Elektrizitätswerke Schönau, Green Planet Energy, Naturstrom und die Oekostrom AG halten jeweils 25 Prozent am Unternehmen. Der Sitz des neuen Direkt- und Flexibilitätsvermarkters befindet sich in Hamburg.

Handelgrün positioniert sich klar als Anbieter für reine Ökostrom-Direktvermarktung und grenzt sich ausdrücklich von fossilen Geschäftsmodellen ab. Geschäftsführer Dr. Björn Sossong erklärt: „Bei Handelgrün bleibt alles rein erneuerbar: Wir halten fossile Einflüsse fern, lassen Erlöse im Öko-Sektor und garantieren echte Unabhängigkeit.“ Damit grenzt sich das Joint Venture von Anbietern mit gemischten Portfolios ab, bei denen grüne Erlöse auch in fossile Projekte fließen können.

Ziel der Direktvermarktung ist es, erneuerbare Energien unmittelbar in den Strommarkt zu integrieren und Erlöse über Kurz- und Langfristhandel zu optimieren. Zum Leistungsspektrum von Handelgrün gehören präzise Erzeugungsprognosen, Handelsoptimierung, die Vermarktung im Marktprämienmodell sowie individuelle Power Purchase Agreements, inklusive Herkunftsnachweisen. Ergänzt wird das Angebot durch die Absicherung gegen Ausgleichsenergierisiken.

Start der Direktvermarktung im dritten Quartal 2026
Nach dem operativen Start am 1. Januar 2026 konzentriert sich Handelgrün aktuell auf den Aufbau der Vermarktungsprozesse. Der Start der Ökostrom-Direktvermarktung ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Zum Auftakt übernimmt das Joint Venture die Vermarktung von Anlagen der vier Gesellschafterinnen mit einem Gesamtvolumen von rund 400 MW. Vermarktet werden zunächst Windparks sowie größere Solar- und Biomasseanlagen.

In einem nächsten Schritt soll das Angebot auf Anlagen externer Betreiber ausgeweitet werden. Perspektivisch will Handelgrün auch Photovoltaik-Kleinanlagen sowie haushaltsnahe Flexibilitäten wie Batteriespeicher in die Vermarktung integrieren. Damit reagiert das Unternehmen auf den wachsenden Bedarf an Flexibilität in einem Stromsystem mit hohem Anteil erneuerbarer Energien.

Der Handel und die Optimierung von Flexibilitäten sollen mittelfristig ein fester Bestandteil des Geschäftsmodells werden. „Dieser für die Energiewende essenzielle Baustein ermöglicht eine bessere Integration der Erneuerbaren und hebt damit auch wirtschaftliche Potenziale für Anlagenbetreiber”, betont Dr. Maximilian Kloess, ebenfalls Geschäftsführer von Handelgrün.


© IWR, 2026


22.01.2026

 



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