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Uniper verkauft Anteile an russischem Gasfeld

Düsseldorf – Der Energiekonzern Uniper hat einen großen Deal unter Dach und Fach gebracht: Das im MDax gelistete Unternehmen hat seine Anteile an dem Erdgasfeld Yushno-Russkoje in Westsibirien verkauft. Der Käufer kommt aus Österreich.

Die Uniper Exploration & Production GmbH hat das Gasfeld Yushno-Russkoje an das österreichischen Öl- und Gasunternehmen OMV verkauft. Der Kaufpreis beträgt 1,75 Mrd. Euro und hilft Uniper dabei, die Entschuldungsziele schneller zu erreichen. Die Aktie von Uniper klettert kräftig.

Uniper hielt 25 Prozent an Gasfeld Yushno-Russkoje

Uniper hat einen Anteil von ca. 25 Prozent an Yushno-Russkoje über Beteiligungen an OJSC Severneftegazprom und JSC Gazprom YRGM Development gehalten. OMV übernimmt nun 100 Prozent der Uniper-Anteile an beiden Gesellschaften. Der Verkaufspreis für den Uniper-Anteil beträgt 1.749 Mio. Euro sowie die übertragenen liquiden Mittel zum Bilanzstichtag. Yushno-Russkoje liegt in Westsibirien und ist eines der größten russischen Gasfelder. Es wird durch ein Joint Venture gemeinsam mit Gazprom und Wintershall betrieben. Das Gasfeld hat seinen Betrieb in 2007 aufgenommen und produziert seit 2009 jährlich die Plateaufördermenge von ca. 25 Mrd. Kubikmeter.

Klaus Schäfer, CEO von Uniper: „Durch den Verkauf des Anteils an Yushno-Russkoje wird es uns gelingen, bereits zu diesem frühen Zeitpunkt unser Entschuldungsziel fast vollständig zu erreichen. Zugleich ist unsere strategische Ausrichtung durch diesen Verkauf nicht betroffen, da das E&P-Geschäft bereits nicht mehr Kern unseres zukünftigen Geschäfts war.“

Uniper-Aktie legt um vier Prozent zu

Uniper bleibt auch nach dem Verkauf von Yushno-Russkoje im russischen Energiemarkt aktiv. Über das Mehrheitseigentum an einem der größten privaten Stromerzeuger in Russland, Unipro, ist Uniper für ungefähr fünf Prozent der gesamten russischen Stromerzeugung verantwortlich. Die Aktie von Uniper reagiert im Handel am Montag mit einem kräftigen Kursanstieg. Das Papier legt im Handel bislang um gut vier Prozent auf 14,06 Euro zu (Stand 11:25 Uhr, Börse Xetra).

Eon profitiert über hohe Beteiligung an Uniper

Da Eon immer noch rund 47 Prozent der Anteile an Uniper hält, profitiert auch die auf Energienetze, erneuerbare Energien und Kundenlösungen fokussierte Zukunftsgesellschaft von den neuen Uniper-Nachrichten und Kursgewinnen. Die Kraftwerkstochter Uniper war von Eon 2016 zunächst abgespalten und dann im September eigenständig an die Börse gebracht worden. Der Eröffnungskurs betrug rund zehn Euro. Bis zum Jahresende 2016 kletterte die Uniper-Aktie auf 13,20 Euro und steht nun bei über 14 Euro. Damit ist der gesamte Börsenwert seit dem IPO um rund 1,5 Mrd. Euro angestiegen. Eine Wertsteigerung, die fast zur Hälfte auch für Eon über die Beteiligung wertsteigernd wirkt. Die Eon-Aktie legt am Montag bislang um 0,4 Prozent auf 7,51 Euro (Stand 11:25 Uhr, Börse Xetra).

© IWR, 2017

06.03.2017

 



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