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Windenergie in Russland erwacht

Moskau / Aarhus, Dänemark – Die Windenergie in Russland wird bislang kaum genutzt, auch wenn die Potenziale gigantisch sind. Doch nun berichten Enel und Fortum über neue Groß-Projekte, bei denen unter anderem Vestas als Turbinenlieferant zum Zuge kommt.

Beim italienischen Energieversorger Enel hat die russische Tochtergesellschaft PJSC Enel Russia zwei Windenergie-Projekte gewonnen, die zusammen auf eine Nennleistung von 291 Megawatt (MW) kommen. Beim finnischen Versorger Fortum geht es um mehrere Projekte mit einem Umfang von insgesamt 1.000 MW. Wer die Anlagen liefern soll, hat Fortum bereits festgelegt.

Vestas plant auch Anlagenproduktion in Russland

Fortum hat über den Investmentfonds Fortum-Rusnano Vestas als Windenergieanlagen-Lieferant ausgewählt. Im Rahmen einer Ausschreibung hat Fortum-Rusnano das Recht zum Bau von Windkraftanlagen mit einer Leistung von bis zu 1.000 Megawatt (MW) in den Jahren 2018 bis 2022 erhalten. Fortum will auf lange Sicht über 500 MW Windenergieleistung in Russland verfügen. Vestas wird in diesem Zusammenhang auch Produktionsstätten in Russland errichten, um die Anforderungen einer lokalen Zulieferkette zu erfüllen.

Enel gewinnt zwei Ausschreibungen

Daneben meldet auch Enel einen Erfolg in Russland. Die russische Tochter Enel Russia hat Zuschläge für Windenergieprojekte erhalten. Enel Green Power soll nun zwei Windparks mit einer Leistung von 201 MW bzw. 90 MW realisieren. Das Investment beträgt 405 Mio. Euro. Das größere der beiden Projekte ist der Murmansk Windpark im Nordwesten Russlands. Dieser soll bis 2021 fertig werden. Etwas kleiner, aber dafür schon früher fertig werden soll der Azov Windpark im Süden Russlands mit 90 MW. Dieses Projekt soll bis 2020 realisiert werden.

© IWR, 2017

23.06.2017

 



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