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Großbritannien verbietet ab 2040 Verbrennungsmotoren

London - Die britische Regierung hat einen umfangreichen Plan vorgelegt, um die Luft im Königreich sauberer zu machen. Zentrales Element ist dabei das Verkaufsverbot von Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2040.

Nahezu zeitgleich mit dem Bekanntwerden des Verbots von Verbrennungsmotoren in Großbritannien ab 2040 hat der deutsche Autobauer BMW angekündigt, in England eine Produktion für Elektroautos aufbauen zu wollen. Geplant ist der Bau eines vollelektrischen Mini-Modells im Werk in Oxford.

Ziel der Briten: Verkehr bis 2050 völlig emissionsfrei

Um die Luftqualität zu verbessern, will die die Regierung in London Verbrennungsmotoren ab 2040 verbieten. Das gilt Berichten zufolge auch für Hybridantriebe. Im kommenden Jahr will das Vereinigte Königreich zudem eine „Clean Air Strategy“ verabschieden, mit der neben dem Verkehrssektor weitere Quellen der Luftverschmutzung adressiert werden. Transportminister Chris Graykling erklärte, man sei entschlossen, eine grüne Revolution im Verkehr zu erreichen und die Verschmutzung in Städten zu reduzieren. Um den Verkehr bis 2050 völlig emissionsfrei zu gestalten, investiere man 600 Mio. britische Pfund in die Entwicklung, Produktion und Nutzung von emissionsarmen Fahrzeigen. Umweltminister Michael Gove sagte, dass die Regierung insgesamt sogar drei Milliarden Pfund in ein Programm zur Luftreinhaltung und zu Emissionssenkung im Verkehr stecken will. Es geht insbesondere um die Senkung der Stickstoffoxid-Emissionen.

BMW baut Elektro-Mini in Oxford

Passend dazu erklärte BMW bereits am Dienstag (25.07.2017), dass ein vollelektrischer Mini als Drei-Türer in England produziert werden soll. Die Produktion des vollelektrischen Mini Modells startet 2019 im BMW Group Werk in Oxford. Der Antriebsstrang kommt allerdings aus Deutschland, und zwar aus Dingolfing und Landshut, den BMW-Kompetenzzentren für Elektromobilität. Die Entscheidung für Oxford sei vor dem Hintergrund gefallen, dass das Werk den Großteil aller Mini Drei-Türer produziert. Für 2025 erwartet BMW insgesamt einen Verkaufsanteil elektrifizierter Fahrzeuge zwischen 15 und 25 Prozent. Allerdings werden Faktoren wie Gesetzesanforderungen, Anreizsysteme und die Ladeinfrastruktur Einfluss darauf haben, in welchem Umfang die E-Mobilität in jedem einzelnen Land eine Rolle spielen wird, so der Autokonzern.

© IWR, 2017


26.07.2017

 



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