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Auftragseingänge für PV-Zulieferindustrie legen deutlich zu

Frankfurt - Die europäischen und deutschen Hersteller von Photovoltaik-Zellen und -Modulen stehen angesichts der Konkurrenz aus Asien stark unter Druck. Anders sieht es für die Unternehmen aus dem Segment der Produktionstechnik für die Solarindustrie aus.

Insbesondere die Solarindustrie in Asien hat im ersten Quartal 2017 die Investitionen in neue Produktionskapazitäten deutlich erweitert. Dabei kommen vor allem die deutschen Hersteller von Photovoltaik(PV)-Produktionsequipment zum Zuge.

Auftragseingang verdreifacht sich

Insbesondere die Solarindustrie in Asien hat im ersten Quartal 2017 die Investitionen in neue PV-Produktionskapazitäten extrem erhöht. Davon profitierten auch die Hersteller von PV-Komponenten, Maschinen und Anlagen in Deutschland. Nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sind die Auftragseingänge im ersten Quartal 2017 gegenüber dem letzten Quartal 2016 um etwa 330 Prozent und gegenüber dem Vorjahresquartal um 151 Prozent gestiegen. Mit Blick auf die regionale Zuordnung dominieren Aufträge aus Asien mit einem Anteil von 93 Prozent aller Bestellungen, gefolgt von Europa (ohne Deutschland) mit drei Prozent sowie den USA und Deutschland mit je zwei Prozent. Der hohe Auftragseingang im letzten Quartal sei vor allem darauf zurückzuführen, dass im asiatischen Raum eine Replikation und Hochskalierung bestehender Dünnschichttechnologie zur Massenproduktion angestrebt werde, so Dr. Jutta Trube, Geschäftsführerin VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

Niedriges Umsatzniveau belastet Geschäftsentwicklung

Die wirtschaftliche Bilanz fällt im Vergleich zum Vorquartal bzw. zum ersten Quartal des Vorjahres allerdings deutlich nüchterner aus, da sich das Muster fallender Umsätze bei steigenden Auftragsvolumina fortsetzt. Der VDMA beziffert den Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorquartal auf immerhin 40 Prozent und gegenüber dem Vorjahreswert auf sieben Prozent. „Die hohe Investitionstätigkeit der Solarzellenhersteller in den Ausbau bestehender und neuer Produktionskapazitäten hält an, die Produktion ist ausgelastet, jedoch wirken sich die niedrigen Preise negativ auf die Umsätze aus, so Dr. Peter Fath, Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Angesichts des hohen Anteils an Auslandsaufträgen beläuft sich die Exportquote deutscher Photovoltaik-Zulieferer in den ersten drei Monaten des Jahres 2017 auf einen Rekordwert von 95 Prozent. Das Brot- und Buttergeschäft wurde nach wie vor in Ostasien gemacht, der von dort stammende Anteil am Gesamtumsatz belief sich im ersten Quartal 2017 auf 86 Prozent, mit China als mit Abstand wichtigstem Exportland.

© IWR, 2017

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