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PNE und WPD bei polnischer Wind-Ausschreibung erfolgreich

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Cuxhaven, Bremen – Der Windenergiemarkt in Polen gehörte bis 2015 zu einem der dynamischsten europäischen Märkte. Bis dahin wurden fast 6.000 Megawatt (MW) Onshore-Windenergieanlagen gebaut. Das änderte sich mit dem Regierungswechsel.

Nach der Wahl in Polen im Jahr 2015 setzte die polnische Regierung wieder auf Kohlekraftweke und verschlechterte die Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien. Mit der aktuellen Windenergie-Ausschreibung scheint sich das Klima für erneuerbare Energien wieder zu verbessern. Davon profitieren auch die deutschen Projektentwickler PNE und WPD.

PNE erhält Zuschläge über 174 MW Windenergieleistung
Die PNE-Gruppe hat bei der aktuell in Polen durchgeführten Ausschreibung für Windenergieprojekte für zwei von der PNE-Gruppe entwickelte Projekte den Zuschlag erhalten. In den Windparks „Barwice“ (14 Anlagen mit 42 MW) und „Jasna“ (39 Anlagenmit 132 MW) können nun Windenergieanlagen mit insgesamt 174 MW Nennleistung errichtet werden. Die Standorte der beiden Windparks befinden sich an windreichen Standorten im nördlichen Polen und wurden von dem PNE-Tochterunternehmen WKN entwickelt. Mit dem Bau der Windparks soll in der ersten Hälfte 2019 begonnen werden. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der beiden Projekte ist 2019 und 2020 geplant. Die Windparks waren nach Angaben des Windenergie-Projektierers bereits vor der jetzigen Ausschreibung bis zur Baureife entwickelt worden. Weitere Windenergievorhaben in Polen werden derzeit von der PNE-Gruppe geplant und für künftige Ausschreibungen vorbereitet.

„Dies ist ein toller Erfolg für uns. Unsere intensive und mehrjährige Projektentwicklung in Polen zahlt sich jetzt aus. Die Internationalisierung unseres Kerngeschäfts ist einen weiteren großen Schritt voran gekommen“, so Markus Lesser, Vorstandsvorsitzender der PNE AG.

wpd erhält Zuschlag für über 100 MW in Polen
Auch der Bremer Projektentwickler WPD AG war bei der Ausschreibung in Polen erfolgreich. Konkret geht es um die vier Windparks Ko?min (17 Anlagen mit 42,5 MW), S?upca Ko?aczkowo (15 Anlagen mit 45 MW), Jarocin Wschód (2 Anlagen mit 5 MW) und Krotoszyn (4 Anlagen mit 10 MW). Die Projekte mit einer Gesamtleistung von 102,5 MW sollen bis Ende 2020 in Zentralpolen entstehen. Auch diese Windparks wurden bis zur Baureife entwickelt, so dass nach Finanzierung und finaler Bestellung der Windenergieanlagen mit dem Bau begonnen werden kann.

„Nach dem Ende des Grüne Zertifikate-Systems in Polen im Jahr 2015 mussten wir drei Jahre auf die angekündigte große Auktion für Erneuerbare Energien warten. Die grundsätzliche Strategie von wpd, frühzeitig in Märkte zu gehen und auch in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben, hat sich einmal mehr als richtig erwiesen“, so Dr. Hartmut Brösamle, Vorstand der wpd AG. Mit der Umsetzung der polnischen Projekte erschließe WPD den europäischen Markt weiter und setze die internationale Ausbaustrategie konsequent fort, so Brösamle weiter.


© IWR, 2018


27.11.2018

 




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