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Stadtwerke bauen Blockchain-Angebot aus

© Wuppertaler Stadtwerke© Wuppertaler Stadtwerke

Wuppertal - Ein Jahr nach Einführung des europaweit ersten Grünstromvertriebes auf Blockchainbasis durch die Wuppertaler Stadtwerke werden die Aktivitäten nun erweitert. Auch für andere Stadtwerke ist das Modell interessant, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Im November 2017 verkündeten die Wuppertaler Stadtwerke den Einsatz des Handelsplatzes „Tal.Markt“ auf Blockchainbasis. Nun wird die zugrunde liegende Plattform durch ein bundesweites Partnernetzwerk für ganz unterschiedliche, eigenständige Produkte genutzt.

Blockchain-Geschäftsmodelle: Weiterentwicklung unter der Marke "Blockwerke"
Die Weiterentwicklung der Plattform unter der Marke „Blockwerke“ wird gemeinsam mit vorerst drei kommunalen Partnern vorangetrieben: der Bremer swb, der EVH aus Halle (Saale) und der SWT aus Trier. Erfolgreiche Verhandlungen führen die WSW zudem mit österreichischen Kommunalversorgern mit dem langfristigen Ziel, die Plattform im gesamten deutschsprachigen Markt zu etablieren. Jeder Partner kann auf Basis der in Wuppertal entwickelten Plattform eigene Geschäftsmodelle aufbauen, oder auch den Tal.Markt für den eigenen Markt als White-Label-Produkt mit lokalen Grünstromproduzenten nutzen. Die Plattform stellt ergänzend einen zentralen Marktplatz für Produzenten dar. Praktisch bedeutet das, dass jeder auf „Blockwerke“ registrierter Produzent auf alle angeschlossenen Märkten liefern kann.

Ziel: regionale, individuelle Ausgestaltung von Produkten und Angeboten
Die WSW selbst haben ihr Blockchainprodukt Tal.Markt ausdifferenziert. Ab sofort können Kunden nicht nur in Wuppertal, sondern bundesweit ihren Strom von regionalen Ökostromproduzenten beziehen. Und das auch ohne Smart Meter, sondern mit jedem zugelassenen Stromzähler. Dazu wird die individuelle Grünstrombestellung mit dem Standardlastprofil abgeglichen. Der „Tal.Markt LIVE“ mit der Installation eines Smart Meters wird ab 1. April 2019 über die Stadtgrenzen Wuppertals hinaus ausgerollt und steht im ersten Schritt über drei Millionen Haushalten an Rhein und Ruhr zur Verfügung. „Hier matchen wir den Verbrauch des Kunden und seine Strombestellung am Anfang mit seinem individuellen Stromlastgang und sorgen so für optimale Prognose und Belieferung der Kunden aus Anlagen Ihrer Wahl“, erläutert Jaeger.

Stadtwerke: unterschiedliche Motivation für Nutzung der Blockchaintechnologie
Für die swb ist der Tal.Markt interessant im Hinblick auf den Trend, dass Kunden vermehrt auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Individualität achten. Der Test der Blockchain-Technologie in Bremen wird als ein erster Schritt in eine intensivere Zusammenarbeit mit der Blockwerke-Kooperation gesehen. Einen anderen Weg geht die EVH aus Sachsen-Anhalt. Hier soll der Anteil erneuerbarer Energien von 50 MW auf ca. 200 MW ausgebaut werden. Gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft und weiteren Partnern in Halle will man dort mit der Blockwerke-Plattform neue Wege in der Vermarktung regionaler Erzeugungsportfolien gehen und eine höhere Identifikation der Kunden mit der Energiewende schaffen. Die SWT aus Deutschlands ältester Stadt Trier setzen auf „direkte regionale Vernetzung“- Als eines der ersten Unternehmen deutschlandweit nutzen die Stadtwerke Trier das Regionalnachweisregister für die Vermarktung eines regionalen Stromproduktes aus EEG-Strom. Mit der Beteiligung an den Blockwerken soll dieser Wege konsequent weitergegangen werden.

© IWR, 2019


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05.02.2019

 



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