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Zulassungen von Elektro-Pkw im 1. HJ 2019 steigen stark an

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Flensburg, Münster – Die Bundesregierung hinkt bei ihren Zielen zum Ausbau der Elektromobilität hinterher und hat gestern (31.03.2019) einen Gesetzentwurf zur weiteren Förderung der E-Mobilität verabschiedet. Wie die aktuellen Zulassungszahlen zeigen, liegen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der Gunst der Pkw-Käufer weit vorne, der Absatz von Elektrofahrzeugen zieht jedoch kräftig an.

Um die Klimaschutzziele bis zum Jahr 2030 zu erreichen, setzt die Bundesregierung neben dem Stromsektor auch auf eine Wende im Verkehrs- und Wärmebereich. Eine hohe Bedeutung für die Verkehrswende hat ein starker Ausbau des Marktes für Elektrofahrzeuge. Die Zulassungszahlen für neue Elektro-Pkw steigen zwar, in Asolutzahlen betrachtet, stellen Elektrofahrzeuge aber immer noch einen Nischenmarkt dar.

Starker Zuwachs bei Elektro-Pkw im ersten Halbjahr 2019
Im ersten Halbjahr 2019 wurden insgesamt 1,86 Millionen Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 0,5 Prozent. Pkw mit Elektroantrieb machen dabei zwar weiterhin nur einen kleinen Marktanteil aus, weisen jedoch ein deutlich stärkeres Wachstum auf, als Pkw mit Benzin- oder Diesel-Motoren.

Insgesamt wurden 2019 im ersten Halbjahr 31.059 reine Elektro-Pkw zugelassen (Marktanteil 1,7 Prozent), was einer Steigerung von 80 Prozent entspricht (1 HJ 2018: 17.234 Pkw) und bereits fast in der Größenordnung der Gesamtzulassungen von reinen Elektro-Pkw im Jahr 2018 liegt (Gesamtjahr rd. 36.062 Elektro-Pkw). Zudem wurden rd. 103.000 Hybrid Pkw zugelassen (Marktanteil 5,6 Prozent, + 69 Prozent), darunter 16.525 Plug-in-Hybride (Marktanteil 0,9 Prozent, -0,9 Prozent).

Mit rd. 1,1 Mio. Neuwagen entfällt mit fast 60 Prozent der größte Anteil der Neuahrzeuge auf Benziner. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das jedoch ein Rückgang von 5,4 Prozent. Den zweitgrößten Anteil an den Neuzulassungen haben mit etwa 609.000 Fahrzeugen (rd. 33 Prozent) Pkw mit Dieselantrieb. Verglichen mit dem Vorjahr ist das sogar ein Anstieg um etwa 3 Prozent. Flüssiggasfahrzeuge (4.863 Pkw / +93,2 Prozent) waren mit einem Anteil von 0,3 Prozent stärker gefragt als Erdgasfahrzeuge (3.193 Pkw / -55,6 Prozent) mit einem Anteil von 0,2 Prozent.

Bundesregierung macht E-Dienstfahrzeuge attraktiver
Die Bundesregierung plant zur Erreichung der Klimaschutzziele bis zum Jahr 2030 rd. 10 Millionen Elektro-Pkw und 500.000 Elektronutzfahrzeuge auf die Straße zu bringen. Dazu soll auch das Ladesäulennetz auf rd. 300.000 Ladepunkte ausgebaut werden. Um die Marktdurchdringung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen, hat das Bundeskabinett gestern (31.07.2019) im Rahmen des Gesetzentwurfs zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität ein milliardenschweres Paket für den Ausbau der Elektromobilität verabschiedet. Kernbestandteile sind eine Verlängerung der Dienstwagensonderregelung für Elektroautos und Hybride bis 2030 statt bis 2021 mit günstigen Steuersätzen sowie Sonderabschreibungen für Elektro-Lieferwagen. Der Fokus der Bundesregierung liegt dabei auf der Unterstützung von Firmen, da diese mittlerweile die meisten Neufahrzeuge in Deutschland kaufen.


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01.08.2019

 



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