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PV-Ausbau in China verliert weiter an Dynamik

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Peking, China – China hat bei der Solarenergie einen Systemwechsel von festen Vergütungen auf ein Ausschreibungssystem vollzogen. Das wirkt sich stärker als gedacht auf den Neubau von PV-Anlagen aus, der in den ersten neun Monaten deutlich niedriger ausfällt, als von Branchenexperten erwartet.

Chinas National Energy Administration (NEA) hat am 29. Oktober die Daten über den PV-Zubau von Januar bis September 2019 veröffentlicht, der um fast die Hälfte unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Damit dürfte auch der Gesamtjahreszubau deutlich niedriger ausfallen als im Jahr 2018.

Chinesischer PV-Zubau von Januar bis September bricht um 45 Prozent ein
Wie Chinas Nationale Energy Administration (NEA) am 29. Oktober bekannt gegeben hat, wurden von Januar bis September 2019 lediglich Photovoltaikanlagen mit einer Kapazität von 15.990 Megawatt (MW) neu installiert, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 45 Prozent entspricht. Von den rd. 16.000 MW entfallen etwa 7.730 MW auf Freiflächenanlagen und 8.260 MW auf PV-Kleinanlagen. Im dritten Quartal (Q3) 2019 sind insgesamt 4.590 MW (2018: ca. 10.000 MW) installier worden. Das meldet das Beratungsunternehmen Asia Europe Clean Energy Solar Advisory (AECEA).

Die Ursachen für diesen signifikanten Rückgang des Installationsvolumens sind vielfältig. Unter anderem haben die späten Entscheidungen und Bekanntmachungen der Rahmenbedingungen und bewilligten Ausbauvolumina sowie die relativ langen Vorlaufzeiten für die Entwicklung neuer Großprojekte zu Verzögerungseffekten bei der Realisierung von PV-Projekten geführt. Des Weiteren könnten die kontinuierlich sinkenden Modulpreise dazu beigetragen haben, dass Projektentwickler auf den um 0,01 Renminbi pro Kilowattstunde (RMB/kWh) höheren Vergütungssatz verzichtet haben, den sie erhalten würden, wenn die Projekte noch vor dem 31. Dezember 2019 in Betrieb gehen, so die Einschätzung von AECEA.

Prognose für PV-Jahreszubau 2019 in China gesenkt
Vor dem Hintergrund der aktuellen Zubauzahlen und der aktuellen Rahmenbedingungen korrigiert AECEA seine Prognose für den Zubau auf dem chinesischen PV-Markt für das laufende Jahr von zuletzt 24.000 - 32.000 MW auf aktuell noch 20.000 bis 24.000 MW. Im Vergleich zu der im Vorjahr 2018 neu installierten Kapazität von etwa 44.000 MW entspricht das neue Prognoseziel einem Rückgang von 46 bis 55 Prozent.


© IWR, 2019


31.10.2019

 



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