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Premiere: Geothermie-Spezialist Ormat schließt langfristigen Stromliefervertrag für KI-Rechenzentren

© Ormat© Ormat

Reno (USA) – Die zunehmende Zahl neuer KI-Rechenzentren treibt in den USA die Stromnachfrage deutlich nach oben. Der Geothermie-Spezialist Ormat Technologies steigt in diesen Markt ein und hat erstmals einen direkten Stromliefervertrag mit dem Betreiber eines Rechenzentrums abgeschlossen.

Das Power Purchase Agreement (PPA) mit dem US-Datacenter-Betreiber Switch sichert die Versorgung von Rechenzentren mit rund 13 Megawatt Leistung aus dem Geothermie-Kraftwerk Salt Wells im US-Bundesstaat Nevada. Ormat plant, künftig weitere Stromlieferverträge nach diesem Modell abzuschließen.

Markteinstieg KI-Rechenzentren: Ormat schließt ersten Liefervertrag über Strom aus Geothermie-Kraftwerk ab
Mit dem Abschluss eines 20-jährigen Stromliefervertrags mit Switch gelingt Ormat der Einstieg in die Stromversorgung von Rechenzentren. Der Vertrag unterstreicht die wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien für den Betrieb von KI-, Cloud- und Hochleistungsrechenzentren.

Die Stromlieferung soll ab dem ersten Quartal 2030 beginnen. Voraussetzung ist eine umfangreiche Modernisierung des Kraftwerks Salt Wells, deren Abschluss für das zweite Quartal 2026 geplant ist. Zusätzlich sichert sich Ormat die Option, die Liefermenge durch eine ergänzende Solar-PV-Anlage mit rund 7 Megawatt Leistung zu erweitern. Diese soll den Eigenbedarf des Kraftwerks decken und die Effizienz weiter steigern.

Strategische Bedeutung des Stromliefervertrags aus Geothermie-Kraftwerk – Aktie steigt
Ormat-CEO Doron Blachar betonte die strategische Bedeutung des Vertrags für den wachsenden KI-Markt: "Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Switch, einem führenden Unternehmen der Rechenzentrumsbranche, um zuverlässigen und emissionsfreien Strom aus unserem Geothermiekraftwerk Salt Wells zu liefern."

Auch Switch sieht in Geothermie einen entscheidenden Faktor für den Ausbau von KI-Infrastruktur. Alise Porto, Senior Vice President Energy and Sustainability bei Switch, erklärte: "Mit der rasant steigenden Nachfrage nach KI und leistungsfähiger digitaler Infrastruktur ist es entscheidend, zuverlässige und CO2-freie Grundlastenergie zu sichern, um unsere Kunden zu unterstützen und unser Wachstum nachhaltig abzusichern."

Der Vertrag stärkt die Position von Ormat als Anbieter nachhaltiger Energie für datenintensive Zukunftstechnologien. Das Unternehmen sieht darüber hinaus Potenzial, künftig mehr als 100 Megawatt aus dem bestehenden Kraftwerksportfolio im Rahmen ähnlicher Verträge neu zu vergeben.

An der Börse kommt die Nachricht gut an: Die Ormat-Aktie, die im globalen Erneuerbaren-Aktienindex RENIXX gelistet ist, legt im frühen Handel um rund 1 Prozent zu und notiert bei knapp 104 Euro.

© IWR, 2026


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