100 MW Elektrolyseur und Pipeline: Gasnetz Hamburg treibt grüne Wasserstoff-Projekte für die Industrie voran
Hamburg - Hamburg kommt bei der Umsetzung der Wasserstoffstrategie weiter voran. Die EU-Kommission hat bekannt gegeben, dass der städtische Netzbetreiber Fördermittel für den Bau der ersten 40 Kilometer des Hamburger Wasserstoff-Industrienetzes erhalten kann.
Auch der geplante 100 MW Elektrolyseur auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Moorburg kann gefördert werden. Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, sieht in dem grünen Wasserstoff einen wichtigen Baustein, um sich von der Abhängigkeit fossiler Brennstoffe zu verabschieden und das Land zukunftsfähig zu machen.
"Bereits im Sommer 2022 hat der Senat die Hamburger Kofinanzierung der IPCEI-Projekte in Höhe von 223 Millionen Euro beschlossen. Mit der finalen beihilferechtlichen Genehmigung der EU-Kommission kommen wir nun einen weiteren wichtigen Schritt voran. Mit diesen Projekten legen wir den Grundstein für eine zügige Dekarbonisierung der Produktionsprozesse der Industrie und sichern dabei Arbeitsplätze", so Kerstan.
In der aktuellen EU-Genehmigungswelle mit dem Namen „Hy2Infra“, in welcher der Leitungsbau sowie der Bau von Groß-Elektrolyseuren im Fokus steht, sind zwei Projekte aus Hamburg dabei. Erst nach dieser „Freigabe“ durch die EU-Kommission können die Fördergelder auf nationaler Ebene fließen, in Deutschland kommen diese vom Bund (70 Prozent) und von den Ländern (30 Prozent). Die eigentliche Fördersumme steht erst mit dem Förderbescheid fest.
Bereits im Sommer 2022 hat das Bundeswirtschaftsministerium den Startschuss für den „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ für das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz (HH-WIN) gegeben. Seither hat Gasnetz Hamburg bereits die Planungen für das 40 Kilometer lange Initialnetz vorangetrieben.
Ab 2027 sollen erste Wasserstoffverbraucher der Großindustrie grüne Energie aus dem am Standort Moorburg entstehenden Großelektrolyseur „Green Hydrogen Hub“ oder potenziell auf dem Seeweg angelandeten grünen Wasserstoff erhalten. Das Hamburger Wasserstoffnetz erhält außerdem Anschluss an das deutschlandweite Wasserstoff-Transportnetz.
© IWR, 2026
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