AKW Gösgen erhält Sicherheits-Update: Schweizer Atomkraftwerk Gösgen fällt weitere sechs Monate aus
Lausanne - Das Schweizer Atomkraftwerk Gösgen (KKG) ist bereits seit dem 24. Mai 2025 abgeschaltet und liefert derzeit keinen Strom. Wie das KKG heute (22.08.2025) mitteilte, wird sich die Wiederinbetriebnahme voraussichtlich um weitere sechs Monate verzögern. Damit bleibt das 46 Jahre alte Kraftwerk mit einer Bruttoleistung von 1.060 MW über die gesamte Wintersaison 2025/26 außer Betrieb und steht für die Stromversorgung nicht zur Verfügung.
Grund für die lange Unterbrechung ist die Modernisierung des Speisewassersystems, um das Sicherheitsniveau der Anlage zu erhöhen und den aktuellen Behördenanforderungen zu entsprechen. Die dafür erforderlichen Untersuchungen und Verstärkungsmaßnahmen dauern länger als geplant. Die Wiederaufnahme der Stromproduktion ist nun erst Ende Februar 2026 vorgesehen – nach Prüfung und Freigabe durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi).
Ein Rohrbruch im nicht-nuklearen Teil der Anlage gilt zwar als praktisch ausgeschlossen. Die Ertüchtigungen sollen aber sicherstellen, dass selbst seltene Störfallszenarien künftig mit ausreichender Sicherheitsmarge beherrscht werden können.
Durch den Ausfall des AKW Gösgen entfallen fast 6 Mrd. kWh Strom, was für die beiden Hauptaktionäre und Energieversorger Alpiq und Axpo entgangene Einnahmen von rund 500 Mio. CHF bedeutet.
© IWR, 2026
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