Am langen Hebel: Gazprom schickt wieder mehr Gas nach Europa
Moskau - Der russische Gaskonzern Gazprom erhöht wieder seine Gaslieferungen. So wird der Gastransit durch die Ukraine am morgigen Samstag (25.02.2202) auf 100 Mio. m³ erhöht, wie die Nachrichtenagentur Interfax mitteilt. In den letzten Wochen war die Beladung der Pipeline teilweise auf nur noch 50 Mio. m³ pro Tag abgesenkt worden.
Der langfristige Vertrag über den Transport von Gas durch die Ukraine beträgt eigentlich 109 Mio. m³ Erdgas pro Tag. Gazprom schickt Erdgas durch Pipelines in einer bestimmten Reihenfolge. Zunächst wird Nord Stream 1 mit 170 Mio m³ Erdgas täglich beladen, danach die Ukraine-Pipeline.
Am Ende steht noch die Jamal-Europa Pipeline zur Verfügung, die durch Belarus und Polen nach Deutschland führt. Seit dem 21. Dezember 2022 hatte Gazprom diese Pipeline nicht mehr gebucht. Diese Pipeline dient eher als Puffer. Ab heute wird die Beladung wieder aufgenommen, wenn auch nur eine geringe Menge.
Aufgrund der milden Temperaturen beträgt die Gasproduktion von Gazprom laut Interfax im Februar 2022 insgeamt 42 Mrd. m³ (2021: 42,9 Mrd. m³). Während die Temperaturen in Europa etwa 3 Grad höher lagen als im Vorjahr, war es im in Russland 7 Grad wärmer als im Vorjahr.
© IWR, 2026
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