Bilanz: Ørsted Betriebsergebnis und Gewinn gehen in Q1 2021 deutlich zurück
Fredericia, Dänemark - Das dänische Energieunternehmen Ørsted hat die Zahlen für das erste Quartal 2021 (Q1 2021) veröffentlicht. Belastet wird das Betriebsergebnis durch ein geringeres Windaufkommen und Kabelprobleme bei einigen Windparks. Die Aktie des RENIXX-Konzerns gibt deutlich nach.
Das Ørsted-Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und sonstigen Finanzaufwendungen (EBITDA) für das erste Quartal des Jahres betrug 4,9 Mrd. DKK (rd. 660 Mio. Euro). Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Rückgang von 1,9 Mrd. DKK (rd. 255 Mio. Euro) bzw. 28 Prozent (Q1 2020: rd. 6,8 Mrd. DKK / rd. 914 Mio. Euro). Der Nettogewinn liegt mit 1,6 Mrd. DKK (rd. 215 Mio. Euro) rd. 50 Prozent unter dem Vorjahreswert (Q1 2020: 3,32 Mrd. DKK / rd. 447 Mio. Euro).
Der Rückgang ist nach Angaben von Ørsted auf mehrere Ursachen zurückzuführen. Zum einen entfallen Einnahmen aus einem Bauvertrag im Zusammenhang mit dem Windpark Hornsea-1 sowie aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen in Dänemark. Zudem waren die Windverhältnisse in Q1 2021 schlechter als im sehr guten Vorjahresquartal, so dass die Erträge trotz eines Zuwachs bei der Windenergieleistung per saldo nur auf dem Vorjahres-Niveau liegen. Hinzu kommt, dass das Ergebnis in Q1 2021 durch eine Garantierückstellung in Höhe von 0,8 Mrd. DKK (rd. 108 Mio. Euro) im Zusammenhang mit Problemen mit Kabelschutzsystemen in einigen der Ørsted Offshore-Windparks beeinträchtigt wird.
Ørsted hält trotz Covid 19-Pandemie an der EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr von 15-16 Mrd. DKK (rd. 2,0 bis 2,15 Mrd. Euro) fest. Zudem bekräftigt Ørsted die aktuelle Unternehmenserwartung für die Bruttoinvestitionen im Gesamtjahr von 32 - 34 Mrd. DKK (4,3 bis 4,6 Mrd. Euro).
Die im regenerativen Aktienindex RENIXX World gelistete Ørsted-Aktie gibt im heutigen Handel deutlich nach. Aktuell notiert der Kurs mit einem Minus von 5,9 Prozent bei 122,30 Euro (29.04.2021, 15:34 Uhr, Börse Stuttgart). Auf Jahressicht ergibt sich damit ein Minus von 27 Prozent.
© IWR, 2026
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