Bloomberg: US-Präsident Biden will US-Import von russischem Öl schon heute verbieten
Washington - Die USA werden bereits am heutigen Dienstag ein Verbot für die Einfuhr russischer Energie in die USA zu verhängen, ohne dass die europäischen Verbündeten mit einbezogen werden. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, soll das Verbot russisches Öl, Flüssigerdgas (LNG) und Kohle umfassen. Das will Bloomberg von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfahren haben.
Ein solcher Schritt war am Markt offenbar bereits erwartet worden, denn schon am Wochenende legten die Ölpreise kräftig zu. Aktuell kostet ein Barrel der Öl-Sorte WTI 125 USD (+ 3,9%), Brent-Öl ist für 129 USD je Barrel zu haben.
In Deutschland lehnt die Bundesrepublik ein Öl- und Gasembargo gegen Russland weiterhin ab. Bundeskanzler Scholz hatte gestern (07.03.2022) noch einmal betont, dass die bisher eingeleiteten Schritte Russland bereits empfindlich treffen würden. Deshalb wurde bewusst die Versorgung Europas mit Energie für die Wärmeerzeugung, die Mobilität, die Stromversorgung und für die Industrie aus den Sanktionen herausgenommen.
Unterdessen setzt sich die Spirale aus Sanktionen und Gegensanktionen weiter fort. Die Partei "Einheitliches Russland" hat vorgeschlagen, Unternehmen zu verstaatlichen, die ankündigt haben, ihre Geschäftsaktivitäten in Russland aufzugeben.
© IWR, 2026
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08.03.2022



