EnBW fokussiert sich auf Deutschland-Geschäft: EnBW verkauft schwedisches Wind- und Solarunternehmen an Eurowind Energy
Karlsruhe – Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG und das dänische Unternehmen Eurowind Energy A/S haben eine Vereinbarung über den Verkauf der schwedischen Erneuerbaren-Aktivitäten der EnBW unterzeichnet. Verkauft wird die EnBW-Tochter EnBW Sverige AB mit Onshore-Windparks von rund 120 MW Gesamtleistung sowie einer umfangreichen Projektentwicklungs-Pipeline für Wind- und Solarenergie.
Mit dem Verkauf gibt die EnBW Entwicklung und Betrieb von Wind- und Solarprojekten in den nordischen Märkten vollständig auf. Das Unternehmen begründet den Schritt mit einer stärkeren Fokussierung auf seine Kernmärkte und die Transformation der Energieinfrastruktur in Deutschland.
Bereits Anfang des Jahres hatte die EnBW ihre dänischen Erneuerbaren-Aktivitäten an Eurowind verkauft, das auf Entwicklung, Bau und Betrieb von Anlagen für erneuerbare Energien spezialisiert ist. Der Vollzug der aktuellen Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und wird für das dritte Quartal 2026 erwartet; über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Der Rückzug aus Skandinavien schafft nach Angaben der EnBW zusätzlichen finanziellen Spielraum für den Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten sowie der Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze in Deutschland. Der Konzern plant, bis 2030 bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon im Inland, und bis dahin den Anteil erneuerbarer Energien am eigenen Erzeugungsportfolio auf rund 80 Prozent zu steigern.
© IWR, 2026
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