Daldrup & Söhne AG bohrt: Schweizer suchen Endlager für radioaktiven Atommüll
Ascheberg - In der Schweiz erfolgt der Atomausstieg schrittweise. Neue Atomkraftwerke dürfen nicht gebaut werden, alte AKW jedoch solange betrieben werden, wie diese "als sicher" gelten. Derzeit wird das abgeschaltete Atomkraftwerk Mühleberg zurückgebaut, gleichzeitig wird die unendliche Suche nach einem Endlager für den radioaktiven Atommüll fortgesetzt.
Die Nagra ist die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle in der Schweiz, die bereits 1970 gegründet wurde. Seit 50 Jahren dauert die Suche nach einem Endlager bereits an, im Jahr 1982 wurde zum ersten Mal gebohrt. Aktuell kommen drei Regionen für ein radioaktives Endlager in Schweiz in Frage: 1. Jura Ost (AG), Nördlich Lägern (ZH, AG) und Zürich Nordost (ZH, TG). Derzeit prüft die Nagra entsprechende Standorte, den radioaktiven Müll in 600 - 900 m Tiefe im Opalinuston-Wirtsgestein zu lagern.
Die Nagra hat jetzt die Daldrup & Söhne AG erneut beauftragt, eine weitere Erkundungsbohrung durchzuführen. Die Arbeiten in Bachs, nördlich von Zürich, sollen plangemäß bis Ende Februar 2022 abgeschlossen sein. Bei der Bohrung in Bachs handelt es sich bereits um die fünfte Bohrung der Daldrup & Söhne AG der Nagra. Das Auftragsvolumen dieser Bohrung beläuft sich auf einen mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag, teilte die Daldrup & Söhne AG mit. Das Unternehmen ist für die Nagra bereits seit 2019 tätig.
Mit der Suche nach dem Endlager-Standort in der Schweiz ist es nicht getan, für den Bau des Endlagers werden weitere 40 Jahre veranschlagt. Schließlich müssen 83.000 m³ schwach- und mittelradioaktives und 9.400 m³ hochradioaktives Material für hunderttausende Jahre sicher entsorgt werden, die aktuell in Zwischenlagern liegen.
© IWR, 2025
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