Eco Stor treibt Speicherausbau voran: Spatenstich für Deutschlands größten Batteriespeicher mit 700 MWh in Förderstedt
Staßfurt/Förderstedt - Der Speicherausbau in Deutschland nimmt Fahrt auf und gewinnt an Dynamik. Mit einem symbolischen Spatenstich fiel heute der Startschuss für Deutschlands bisher größten Batteriespeicher in Förderstedt, einem Ortsteil von Staßfurt in Sachsen-Anhalt. Das Projekt der Eco Power Three GmbH, einer Tochter der Eco Stor GmbH, umfasst eine Leistung von 300 MW und eine Speicherkapazität von mehr als 700 MWh. Der Speicher soll rund 500.000 Haushalte für zwei Stunden mit Strom versorgen und damit einen entscheidenden Beitrag zu Versorgungssicherheit, Netzstabilität und Wirtschaftlichkeit im deutschen Energiesystem leisten.
An der Zeremonie nahmen Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbandes Energiespeicher Systeme (BVES), Bernd Schneider von 50Hertz sowie René Zok, Bürgermeister der Stadt Staßfurt, und Georg Gallmetzer, Geschäftsführer von Eco Stor, teil.
Wir verstehen Energiespeicher nicht nur als technische Anlagen, sondern als Schlüsseltechnologie für die Energiewende“, erklärt Georg Gallmetzer, Geschäftsführung Eco Stor. „Unsere Speicher machen das Stromsystem flexibler, stabiler und nachhaltiger. Sie sind der fehlende Baustein, um erneuerbare Energien voll zu integrieren und Versorgungssicherheit netzdienlich zu gewährleisten.“
Eco Stor verfolgt dabei einen Ansatz, der Technik, Umweltverträglichkeit und regionale Verantwortung miteinander verbindet. Das Projekt wird vollständig privat finanziert, ohne öffentliche Fördermittel, und sichert der Gemeinde Staßfurt erhebliche Gewerbesteuereinnahmen.
Prof. Dr. Willingmann, Energieminister, unterstrich die Rolle Sachsens-Anhalts als Motor der Energiewende: „Sachsen-Anhalt ist seit Jahren Motor der Energiewende in Deutschland. Nachhaltige Energieversorgung hat nicht nur mit Strom aus Erneuerbaren zu tun, sondern basiert auch auf intelligenter Speicherung.“
Urban Windelen (BVES) bezeichnete den Speicher als beispielhaft für die Dynamik der Speicherbranche, während Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz, die Bedeutung großer Batteriespeicher für Netzstabilität und Flexibilität hervorhob. René Zok betonte die regionale Wertschöpfung und die positive Wirkung des Projekts auf die Kommune.
Die Anlage wird modular in drei Blöcken gebaut, um eine gestaffelte Inbetriebnahme und maximale Effizienz zu ermöglichen. Sie nutzt modernste Lithium-Ionen-Technologie und ein 110-kV-Umspannwerk mit Hochleistungstransformatoren. Überschüssiger Strom aus Sonne und Wind wird gespeichert und bei Bedarf ins Netz eingespeist – ein zentraler Baustein für eine zuverlässige, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung.
Eco Stor treibt mit diesem Projekt seine Erfolgsgeschichte voran: Erst im Juni 2025 ging ein weiterer Batteriespeicher in Bollingstedt (Schleswig-Holstein) mit 100 MW ans Netz. Das deutsch-norwegische Unternehmen deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette von Planung über Bau bis Betrieb ab.
© IWR, 2026
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