Goldbeck erweitert Engagement bei Batteriespeichern: Goldbeck baut 3-Stunden-Speicher mit 300 MWh Speicherkapazität
Hirschberg a. d. Bergstraße - Der Speichermarkt in Deutschland entwickelt sich mit hoher Dynamik und wird damit zunehmend zu einer wichtigen Säule der Energiewende.
In diesem Marktumfeld hat Goldbeck Solar mit der Umsetzung von zwei BESS-Anlagen (Battery Energy Storage System) mit einer Gesamtleistung von rund 100 MW und einer Speicherkapazität von rund 300 MWh in Deutschland begonnen.
Die Projekte werden im Rahmen eines vollständigen EPC-Modells (Engineering, Procurement, Construction) umgesetzt. Der Vertragsumfang umfasst die Systemplanung, die Lieferung der Komponenten, die Bauausführung sowie einen langfristigen Wartungsvertrag (LTSA) über 15 Jahre. Die Speicheranlagen sind auf einen Betriebszyklus von etwa drei Stunden ausgelegt und werden über 110-kV-Umspannwerke direkt an das Hochspannungsnetz angeschlossen.
Das System unterstützt die optimierte Integration erneuerbarer Energien in das Stromsystem und erhöht die Netzstabilität. Damit leisten die Projekte einen Beitrag zur Weiterentwicklung flexibler Infrastruktur im deutschen Energiesystem.
„Wir freuen uns sehr über den Auftrag und das Vertrauen, das der Kunde in uns setzt“, sagt Steffen Emmerich, Geschäftsführer von Goldbeck Solar Polska. Er ergänzt: „Dies ist nicht nur eines unserer ersten BESS-Großprojekte, sondern auch das erste Mal, dass wir einen 110-kV-Netzanschluss einschließlich einer Umspannstation von der Planung bis zur Inbetriebnahme realisieren.“
Mit dem Vorhaben erweitert Goldbeck Solar seine Aktivitäten im Bereich großtechnischer Energiespeicherung und baut seine Rolle über den klassischen Photovoltaik-Anlagenbau hinaus aus. Die Unternehmensgruppe verfolgt damit eine strategische Diversifizierung innerhalb der Energieinfrastruktur und stärkt ihre EPC-Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
© IWR, 2026
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