EU-Umweltrat: Timmermans schwört auf strengere EU-Klimaziele ein
Berlin - Der informelle EU-Umweltrat hat den zweiten Tag in Berlin getagt. Der für den Europäischen Grünen Deal zuständige Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans hat am heutigen Donnerstag (01.10.2020) mit den Ministerinnen und Ministern diskutiert.
Im Mittelpunkt der Diskussionen stand das neue EU-Klimaziel, das Treibhausgas-Minderungsziel für 2030 auf mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 anzuheben. "Es wird sicher nicht leicht sein, aber es ist machbar“, erklärte Timmermann und verwies auf die Vorteile nachhaltigen Wachstums für die Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit.
Timmermans betonte, dass der anstehende Strukturwandel sozial gerecht gestaltet werden müsse. Nicht jedes Land, jede Region, jeder Sektor und nicht jeder Haushalt sei in der gleichen Ausgangslage. Die Verteilungseffekte müssten berücksichtigt werden.
Die Ministerinnen und Minister diskutieren bei ihrem Treffen insbesondere auch die umfangreiche Folgenabschätzung ihres Vorschlags. „Es ist ein ausgewogenes Dokument, es beschönigt nichts, es weist wirklich auf die Herausforderungen hin, die wir haben“, sagte Timmermans dazu. „Aber letzten Endes zeigt es klar und deutlich, dass das Ziel von minus 55 Prozent bis 2030 machbar und tatsächlich sehr gut für die Europäische Union ist.“
Timmermans verwies auf die anstehenden EU-Kommissionsarbeiten zur Überarbeitung des Emissionshandelssystems, der Lastenteilung, den Vorgaben für Energieeffizient und der Ausbauziele für erneuerbare Energien.
© IWR, 2026
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01.10.2020



